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Fortschritte bei der Erkennung von Gehirntumoren

15.11.2004


US- und GB-Methode basieren auf Magnetresonanztomographie


Aktuelle Erkenntnisse ermöglichen eine genauere Diagnose von Gehirntumoren. Wissenschaftler von der Duke Universität in Durham haben einen Weg gefunden, zwischen Abszessen und Gehirntumoren zu unterscheiden, ohne dass ein chirurgischer Eingriff notwendig ist. Forscher der Birmingham Universität benutzen ebenfalls Scans um den Typ des Tumors festzustellen und vorherzusagen, wie er auf die Behandlung reagieren wird. Beide Ansätze basieren auf der traditionellen Bildgebungsmethode der Magnetresonanztomographie (MRI).

Reguläre Kernspintomographie zeigt Größe und Form von Strukturen im Gehirn. Schwieriger wird eine Aussage darüber, woraus die verschiedenen Strukturen aufgebaut sind und wie sie funktionieren. Die Teams aus den USA und Großbritannien erforschten Methoden, wie sie diese Defizite ausgleichen könnten. Das Team von der Duke Universität verwendete einen Prozess namens dynamischer Empfindlichkeits-Kontrast (DSC) MRI um Ärzten dabei zu helfen, zwischen Abszessen und kanzerogenen Gewächsen zu unterscheiden. DSC MRI misst das Blutvolumen. Auf diesem Weg ist es möglich, die mehr mit Gefäßen ausgestatteten Tumore von Abszessen zu unterscheiden, die keine so gute Blutversorgung haben. Studienautor James Provenzale sagte: "Die Unterscheidung zwischen Abszess und Tumor kann chirurgisch getroffen werden, indem das Gewebe aus dem Gehirn entfernt wird, aber eine non-invasive Methode wäre natürlich besser." Natürlich erforderten verschiedene Diagnosen auch verschiedene Behandlungen - Antibiotika und chirurgische Entfernung für den Abszess, Chemo- oder Strahlentherapie gegen den Tumor. Das Worst-Case-Szenario sei, wenn einem Patienten für Wochen oder Monate aufgrund einer Fehldiagnose eine falsche Behandlung verabreicht wird.


Die Forscher aus Großbritannien bedienten sich der Kernspinresonanzspektroskopie (NMR-Spektroskopie) zusätzlich zur herkömmlichen MRI, um die Gehirntumore von Kindern genauer zu diagnostizieren. Die NMR-Spektroskopie hilft den Ärzten bei der Feststellung, um welche Art von Tumor es sich handelt, ob er aggressiv oder eher gutmütig ist. Andrew Peet vom Birmingham Children´s Hospital, wo die Technik derzeit getestet wird, sagte: "Mit Hilfe konventioneller MRI ist es sehr schwierig herauszufinden, um welchen Typ von Tumor es sich handelt." Die NMR betrachte die Chemikalien innerhalb der Gewebe. Diese Chemikalien lieferten den Fingerabdruck, der charakteristisch für die jeweiligen Tumore ist.

Marietta Gross | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.duke.edu
http://www.bham.ac.uk
http://www.bch.org.uk

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