Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Abgase verschlimmern Asthma im Winter nicht

10.11.2004


Husten und Schnupfen spielen entscheidende Rolle



Verkehrsabgase sind nicht dafür verantwortlich, dass das Asthma mancher Patienten im Winter schlimmer wird. Laut einer Studie des National Jewish Medical and Research Center sind dafür Husten und Schnupfen verantwortlich. Eine Studie mit Schulkindern in Denver ergab, dass Atemwegsinfekte die Wahrscheinlichkeit einer Verschlechterung der Asthmaerkrankung verdoppelten. Luftverschmutzung kann aber trotzdem im Sommer eine entsprechende Erkrankung auslösen. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlicht.



Der leitende Wissenschafter Erwin Gelfand erklärte, dass bekannt war, dass Infektionen der oberen Atemwege bei Asthma Schwierigkeiten verursachen können. Die aktuellen Ergebnisse hinsichtlich des Zusammenhanges mit der Luftverschmutzung waren aber trotzdem überraschend. "Die genaue Beobachtung der Kinder ermöglichte uns, jene Faktoren herauszufiltern, die sonst fälschlich auf einen entscheidenden Einfluss der Luftverschmutzung hingewiesen hätten." Sein Team beobachtete 147 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren für die Dauer von drei auf einander folgenden Wintern in Denver als die Luftverschmutzung am stärksten war. Aufgezeichnet wurde die Häufigkeit der Asthmasymptome und Einweisungen ins Krankenhaus, Messungen der Lungenfunktion, Einsatz von Medikamenten und die Anzahl der Infektionen der oberen Atemwege.

Bei der Analyse der Werte von sechs luftverunreinigenden Faktoren wie Feinstaubpartikel, Ozon und Kohlenmonoxyd konnte laut BBC kein Zusammenhang mit der Schwere der Asthmaerkrankung nachgewiesen werden. Höhere Kohlenmonoxydwerte standen in einem unwesentlichen Zusammenhang mit einem erhöhten Medikamentenverbrauch. Die täglichen Symptome standen in einem ähnlich geringen Zusammenhang mit erhöhten Ozonwerten. Verdoppelte ein Atemwegsinfekt die Wahrscheinlichkeit einer Verschlimmerung der Erkrankung, stieg die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Asthmasymptomen um mehr als das Vierfache.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.njc.org
http://www2.us.elsevierhealth.com/scripts/om.dll/serve?action=searchDB&searchDBfor=home&id=ai

Weitere Berichte zu: Asthma Asthmaerkrankung Luftverschmutzung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie