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Untersuchung des ADHS - Syndroms

05.11.2004


Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom - Trierer Wissenschaftler untersuchen hyperaktive Kinder und ihre Eltern, um herauszufinden, welche angeborenen Faktoren (Gene) und welche Umwelteinflüsse für die Störung verantwortlich sind.

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Dennis besucht die 4. Klasse der Grundschule. In Mathematik zeigt er gute Leistungen, beim Lesen und Rechtschreiben bleibt er jedoch weit hinter dem Klassendurchschnitt zurück. Dennis ist ein äußerst lebhafter Schüler, dem es sehr schwerfällt, seinen Mitschülern zuzuhören. Er lässt sich durch alles ablenken, was um ihn herum vorgeht, und ist kaum in der Lage, sich länger als fünf Minuten auf eine Sache zu konzentrieren. Ständig muss er auf sich aufmerksam machen. Wenn er nicht gerade mit seinem Stuhl kippelt, werden Stifte, Lineale und Papiere als Spielzeug benutzt. Er plappert ständig unaufgefordert dazwischen und stört auf diese Weise den Unterricht. Dennis leidet unter der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Die Probleme beginnen meist schon im Vorschulalter. Schätzungen gehen davon aus, dass ca. 3-5 % der Schulkinder, vornehmlich Jungen, davon betroffen sind.

Was aber ist tatsächlich der Grund für die Verhaltensauffälligkeiten dieser Kinder? Für ADHS gibt es nicht nur eine einzige Ursache, vielmehr wird eine Vielzahl von Faktoren diskutiert. Die genetische Veranlagung spielt bei der Entstehung eine entscheidende Rolle, Umwelteinflüsse stehen in Zusammenhang mit Schweregrad, Art der Begleitsymptomatik und dem langfristigen Verlauf. Bis zu 50% der betroffenen Kinder zeigen bis ins Erwachsenenalter hinein Verhaltensauffälligkeiten, insbesondere später auftretende Depressionen. Um genauere Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen Veranlagung und Umwelteinflüssen zu gewinnen, sollen in einer aktuellen Studie der Abteilung Verhaltensgenetik der Universität Trier und der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Mutterhauses der Borromäerinnen hyperaktive Kinder und ihre Eltern gemeinsam untersucht werden.


Wenn bei einem Kind ADHS diagnostiziert wurde oder wenn das Kind ähnliche Symptome zeigt, wie in der obigen Fallbeschreibung beschrieben, und zwischen 6 und 12 Jahren alt ist dann können Eltern mit Kind an der Studie teilnehmen. Neben interessanten Informationen über ADHS und einer ausführlichen Ergebnisrückmeldung der verwendeten psychologischen Tests und Fragebögen winkt eine Belohnung von 20 Euro für das Kind.

Bei Interesse gibt es weitere Informationen beim zuständigen Studienleiter, Diplom-Psychologe Haukur Palmason, unter der Telefonnummer 0651-201-3734 oder per E-Mail unter palmason@uni-trier.de.

Heidi Neyses | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-trier.de/

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