Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Asthmarisiko steht bereits vor der Geburt fest

28.10.2004


Antikörper im Nabelschnurblut weisen auf Risiko hin



Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind an Asthma oder anderen Allergien erkrankt, dürfte zum Zeitpunkt der Geburt bereits großteils feststehen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des David Hide Asthma and Allergy Centre gekommen. Babys mit großen Mengen von Antikörpern in der Nabelschnur wiesen ein größeres Risiko auf. Antikörper sind ein Hinweis darauf, dass das Immunsystem begonnen hat auf Reizstoffe zu reagieren, die Allergien verursachen. Die Ergebnisse der Studie wurden in Thorax veröffentlicht.



Die Forscher analysierten Daten von Proben von Nabelschnurblut von mehr als 1.300 Kindern, die zwischen 1989 und 1990 geboren wurden. Jede Probe wurde in Hinblick auf die Werte der Chemikalie IgE untersucht, die vom Immunsystem als Reaktion auf Allergene produziert wird. Die Kinder wurden zusätzlich im Alter von einem, zwei, vier und zehn Jahren untersucht, um festzustellen, ob sie an Asthma oder Allergien erkrankt waren. Bis zum vierten Lebensjahr wurde ein von fünf Kindern auf Allergene sensibilisiert. Bis zum Alter von zehn Jahren war ein von vier Kindern betroffen, das entspricht rund 27 Prozent. Kinder mit hohen IgE Werten bei der Geburt waren rund zwei Mal so gefährdet.

Bei einem von zehn Kindern wurde Asthma im Alter von ein oder zwei Jahren diagnostiziert. Bis zum Alter von vier Jahren war es eines von sieben (15,2 Prozent). Mit zehn Jahren hatten fast 13 Prozent der Kinder Asthma. Hohe IgE Werte im Blut der Nabelschnur bis zum Alter von vier Jahren nicht mit Asthma in Zusammenhang gebracht. Diese Kinder verfügten jedoch bis zum Alter von zehn Jahren rund 66 Prozent eher über eine Asthmadiagnose. Kinder, die in den ersten Lebensjahren keine Anzeichen einer erhöhten Sensibilität auf Allergene zeigten, erkrankten drei Mal eher an Asthma, wenn sie über hohe Antikörperwerte in der Nabelschnur verfügt hatten. Laut den Wissenschaftlern kommt es während der Schwangerschaft zu dramatischen Veränderungen des Immunsystems. Immunreaktionen des Fötus, die Bildung von IgE Antikörpern, können laut BBC bereits in der zwölften Schwangerschaftswoche beginnen.

Michaela Monschein | presstext austria
Weitere Informationen:
http://www.davidhideallergyresearch.co.uk
http://thorax.bmjjournals.com

Weitere Berichte zu: Allergen Allergie Antikörper IgE Immunsystem Nabelschnur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Gefäßregeneration: Wie sich Wunden schließen
12.12.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen
11.12.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neue Wirkstoffe aus dem Baukasten: Design und biotechnologische Produktion neuer Peptid-Wirkstoffe

13.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Analyse komplexer Biosysteme mittels High-Performance-Computing

13.12.2017 | Informationstechnologie