Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Warnsignale für Herzklappen-Erkrankungen werden oft übersehen

21.10.2004


Viele Herzklappen-Erkrankungen können heute wirkungsvoll behandelt werden. Doch anstatt Beschwerden wie zum Beispiel Atemnot unter körperlicher Belastung als Warnsignal zu verstehen und einen Arzttermin zu vereinbaren, halten viele Betroffene ihre Symptome für eine normale Alterserscheinung. Herzklappenfehler bleiben somit oft über Jahre unerkannt, bis schließlich unwiderrufliche Schäden am Herzmuskel vorhanden sind. Anlässlich des Herzmonats im November fordert deshalb die Deutsche Herzstiftung zu mehr Aufmerksamkeit gegenüber Herzklappen-Erkrankungen auf.


Wünschenswert ist dabei insbesondere eine bessere Wahrnehmung der Warnsignale, die auf Herzklappen-Erkrankungen hindeuten können. Hellhörig sollte man zum Beispiel werden, wenn bereits beim Spazierengehen oder anderen leichten Belastungen eine verstärkte Atmung erforderlich ist oder sogar Luftnot auftritt. Denn defekte Klappen können zu einer verminderten Pumpleistung des Herzens - vor allem unter Belastung - führen.

Zwar fällt die verringerte Belastbarkeit vielen Betroffen früher oder später auf, aber nur wenigen ist klar, dass dahinter eine behandelbare Krankheit steckt. Hintergrund ist der oft langsame Krankheitsverlauf, bei dem es nicht von heute auf morgen zu einem plötzlichen Leistungsknick kommt. Stattdessen handelt es sich häufig um eine schleichende Abnahme der Belastbarkeit, was irrtümlich als normaler Vorgang des Älterwerdens verstanden wird.


Wachsam sollte man jedoch nicht nur bei Leistungseinschränkungen sein. Je nach Art des Herzklappen-Defekts kann es auch zu kurzen Ohnmachtsanfällen, Schmerzen im Brustkorb, Wasseransammlungen in den Beinen oder zu starkem Pulsanstieg unter bereits geringer Belastung kommen.

Im Vordergrund stehen heute bei der hohen Lebenserwartung Klappenfehler, die auf "Verschleiß" zurückzuführen sind. Die Klappen nutzen sich im Laufe eines langen Lebens ab. Dadurch können sie sich verengen oder schlussunfähig werden. Andere Herzklappenfehler entstehen infolge einer Entzündung der Herzklappen durch akutes, rheumatisches Fieber, durch eine bakterielle Herzklappenentzündung oder als Folge einer Herzkrankheit, z. B. als Folge eines Herzinfarkts. Sie können auch im mittleren und im jungen Lebensalter auftreten; manchmal sind Herzklappenfehler schon angeboren.

Ob tatsächlich eine Klappen-Erkrankung für vorhandene Beschwerden verantwortlich ist, sollte man auf alle Fälle mit einem kurzen Besuch beim Arzt klären, der den Brustkorb mit einem Stethoskop nach auffälligen Geräuschen der Herzklappen abhört. Für eine exakte Diagnose sorgt eine echokardiographische Untersuchung, die einen genauen Einblick in das Herz ermöglicht und ohne Röntgenstrahlen auskommt. 15/2004

Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V.
Pressestelle
Tel. 069/95 51 28-140
Fax: 069/95 51 28-313
koenig@herzstiftung.de

Pierre König | idw
Weitere Informationen:
http://www.herzstiftung.de

Weitere Berichte zu: Herzklappen-Erkrankung Herzklappenfehler

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Tempo-Daten für das „Navi“ im Kopf
06.12.2016 | Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung

06.12.2016 | Seminare Workshops

Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen

06.12.2016 | Förderungen Preise

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften