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Eine neuartige Behandlungsmethode zur Wundheilung

19.10.2004


An einer deutschen Universität ist eine neue Behandlungsmethode entwickelt worden. Sie zeigt erfolgsversprechende therapeutische Ergebnisse im Bereich der Heilung von chronischen Krankheiten. Sie basiert auf der Entwicklung eines vaskulären endolethialen Wachstumsfaktors, der gegenüber der Proteolyse beständig ist.



VEGF ist eine aus Zellen bestehende Substanz, die das Wachstum von neuen Blutzellen anregt. Sie verbindet sich mit bestimmten Rezeptoren auf der Oberfläche endothelialer Zellen und leitet diese bei der Bildung neuer Gefäße, die hauptsächlich als Schlüsselregulator bei der Schaffung neuer Kapillaren fungieren. VEGF stellt sich in verschiedenen Verbindungsvarianten dar, den sogenannten VEGF-Isoformen, die eine unterschiedliche Anzahl von Aminosäuren aufweisen. Jede VEGF-Isoform zeichnet sich durch individuelles Verhalten und individuelle Eigenschaften aus, z.B. die Fähigkeit Heparin bzw. Heparinsulphat zu binden.



VEGF spielt sowohl bei normalen als auch bei pathologischen Bedingungen, z.B. Zellreparaturen oder Tumor-Angiogenese, eine entscheidende Rolle. Durch die Fähigkeit, Vaskularisation anzukurbeln, wird der VEGF als potentielle topische Behandlungsmethode für chronische Krankheitenwie Dekubitus, Diabetes, Venegeschwüre oder auch schwere Verbrennungen betrachtet. Die therapeutische Anwendung hat allerdings nicht zu befriedigenden Ergebnissen geführt. Dies ist aber hauptsächlich darauf zurückzuführen, das in nicht heilenden Wunden Plasmin VEGF spaltet und dadurch inaktiviert.

Der neue VEGF, welcher das Ergebnis des Austausches der Aminosäuren Arginin und Alanin in der 165-Aminosäuren-VEGF-Isoform ist, ist beständig gegenüber der Proteolyse. Außerdem weist er eine geringe In-Vivo-Toxizität auf und kann unter Verwendung von standardisierten biotechnologischen Methoden einfach hergestellt werden.

Man erhofft sich die Zusammenarbeit mit mehreren interessierten Unternehmen der Pharmaindustrie bei der Forschung, der Entwicklung sowie beim Handelsabkommen. In Zusammenarbeit mit einem industriellen Partner können standardisierte toxikologische Studien durchgeführt werden, um weitere wissenschaftliche Daten über die Wirksamkeit des neuen VEGF zu sammeln und bereits potentielle Anwendungsbereiche zu bestimmen.

Astrid Strake | ctm
Weitere Informationen:
http://www.zenit.de

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