Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entwicklung neuer Therapieansätze gegen Krebs

11.10.2004


ProQinase Industriepartner in EU Forschungsverbund "Protein Kinases - Novel Drug Targets of Post Genomic Era"

... mehr zu:
»ProQinase »Proteinkinase

Die ProQinase GmbH, der Biotechnologie-Forschungsbereich der Klinik für Tumorbiologie, nimmt am 6. Europäischen Rahmenprogramm zur Forschungsförderung teil. Das Freiburger Unternehmen ist Mitglied im "ProKinase-Research"-Verbund Europäischer Forschungseinrichtungen, der in den nächsten fünf Jahren von der EU mit rund 15 Millionen Euro gefördert wird (www.proteinkinase-research.org). Ziel ist die Entwicklung von Proteinkinase-Hemmstoffen als Basis neuer Therapieansätze, insbesondere im Bereich der Onkologie. Insgesamt sind 23 Partner aus elf Ländern an dem Forschungsverbund beteiligt, der von der Universität Helsinki koordiniert wird.

Die ProQinase verfügt über eine umfassende Technologieplattform für die Entwicklung von Proteinkinase-Inhibitoren und die Identifizierung neuer, pharmakologisch interessanter Proteinkinasen. Das 2001 als 100prozentige Tochter der KTB Tumorforschungsgesellschaft mbH gegründete Unternehmen gehört inzwischen zu den weltweit größten Anbietern von Proteinkinasen und den damit verbundenen Dienstleistungen. Im Rahmen des EU-Projektes werden diese Ressourcen unter Leitung von Dr. Michael Kubbutat (Leiter Forschung & Entwicklung, ProQinase) vor allem zur Wirkstoffentwicklung mit den Projektpartnern eingesetzt.


Proteinkinasen sind Eiweißmoleküle, die zelluläre Abläufe im Körper, wie zum Beispiel das Zellwachstum, regulieren. Inzwischen weiß man, dass defekte beziehungsweise überaktive Proteinkinasen bei der Entstehung vieler Erkrankungen - auch Krebserkrankungen - eine bedeutende Rolle spielen. Im Erbgut des Menschen wurden die Gene für über 500 verschiedene Proteinkinasen identifiziert, wobei die Funktion vieler dieser Kinasen noch erforscht werden muss.

"In der Krebsforschung wird heute intensiv nach Hemmstoffen für fehlgesteuerte Proteinkinasen gesucht, mit denen das Wachstum von Tumoren gestoppt oder zumindest verlangsamt werden kann," erklärt Kubbutat. "Erste Proteinkinase-Inhibitoren wie zum Beispiel Glivec zur Behandlung von chronisch myeloischer Leukämie, sind bereits zugelassen. Doch fehlen für sehr viele Krebserkrankungen immer noch befriedigende Therapieansätze. Mit Hilfe der EU-Fördermittel kann die ProQinase ihre Anstrengungen deutlich verstärken, in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern aus Hochschulen und Industrie neue wirksame Substanzen zu entwickeln."

Kontakt:

Dr. Michael Kubbutat
ProQinase
KTB Tumorforschungsgesellschaft mbH
Klinik für Tumorbiologie
Breisacher Str. 117
79106 Freiburg

Barbara Riess
Klinik für Tumorbiologie
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Breisacher Str. 117
79106 Freiburg

Tel. 0761 206-1109
Fax 0761 1107
riess@tumorbio.uni-freiburg.de


Barbara Riess | idw
Weitere Informationen:
http://www.tumorbio.uni-freiburg.de
http://www.proqinase.com
http://www.proteinkinase-research.org

Weitere Berichte zu: ProQinase Proteinkinase

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Methode der Eisenverabreichung
26.04.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Bestrahlung bei Hirntumoren? Eine neue, verlässlichere Einteilung erleichtert die Entscheidung
26.04.2017 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie