Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Blutdruckmedikament gut für Knochen

05.10.2004


Betablocker-Kombi reduziert Frakturenrisiko um 29 Prozent



Medikamente zur Behandlung von hohem Blutdruck scheinen auch das Risiko für Knochenbrüche zu reduzieren. Wissenschaftler von der Universität Basel haben herausgefunden, dass die Einnahme von Betablockern und einem bestimmten Blutdruckmedikament das Frakturenrisiko um 29 Prozent reduzierte. Eine Studie des Journals der Amerikanischen Medizinischen Gesellschaft, die zu einem ähnlichen Ergebnis kommt, hat die Daten von über 150.000 Patienten untersucht.

... mehr zu:
»Betablocker »Blutdruck


Betablocker werden verwendet, um hohen Blutdruck zu reduzieren, Angina pectoris und unregelmäßigen Herzschlag zu lindern sowie Herzinsuffizienz zu behandeln. Tierversuche hatten bereits früher darauf hingedeutet, dass das Propanolol der Betablocker die Knochenbildung verstärkt, aber es wurde kaum Forschung über die potenziellen Vorteile für den Menschen unternommen. In der aktuellen Studie wurden Thiazid-Diuretika unter die Lupe genommen, die vor Knochenschwund schützen.

Das Schweizer Forschungsteam durchleuchtete die Daten von 30.600 Patienten zwischen 30 und 79 Jahren, bei denen zwischen 1993 und 1999 eine Fraktur diagnostiziert wurde. Die Daten stammen von der UK General Practice Research Database. Dann verglichen die Wissenschaftler jeden Patienten mit vier Personen des gleichen Alters und Geschlechts, die keinen Knochenbruch hatten, um zu überprüfen, wer einen Betablocker eingenommen hatte. So fanden sie heraus, dass die Einnahme von Betablockern in Kombination mit Thiazid-Diuretika mit einem um 29 Prozent reduzierten Frakturenrisiko in Verbindung stand. Die alleinige Verwendung von Betablockern für sechs Monate reduzierte das Risiko um 23 Prozent, die alleinige Einnahme von Thiaziden stand mit einem um 20 Prozent reduzierten Risiko in Zusammenhang.

Forschungsleiter Raymond Schlienger zufolge wäre die Verabreichung an Patienten mit hohem Blutdruck, die zusätzlich ein hohes Osteoporose-Risiko haben, auf jeden Fall überlegenswert. Es seien aber noch weitere Studien erforderlich, um die Wirkung auf jene Patienten zu untersuchen, die keinen hohen Blutdruck haben.

Marietta Gross | pressetext.schweiz
Weitere Informationen:
http://www.unibas.ch/
http://jama.ama-assn.org/

Weitere Berichte zu: Betablocker Blutdruck

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?
23.05.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise