Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Somatom Sensation Cardiac 64 optimiert für die Kardiologie

30.09.2004


64-Schicht-Aufnahmen bei einer Rotationszeit von nur 0,33 Sekunden


Die Stiftsklinik Augustinum München ist europaweit die erste Klinik in privater Trägerschaft, die jetzt den Siemens Somatom Sensation Cardiac 64-Schicht-Computertomographen (CT) betreibt. Dieser CT wurde speziell für die Herzkranzgefäße optimiert, die bisher nur mittels Kathetertechnik zuverlässig dargestellt werden konnten. Mit einer Gantry-Rotationszeit von 0,33 Sekunden erreicht er eine zeitliche Auflösung von 83 Millisekunden und kann die Herzbewegung sozusagen „einfrieren“. Nun können auch Patienten mit höherer Herzfrequenz und unregelmäßigem Herzschlag problemlos mit dem 64-Schicht-CT untersucht werden. Die neue Technologie ermöglicht, die 64 Schichten während einer Umdrehung so aufzunehmen, dass eine nicht gekannte Bildauflösung von 0,4 Millimetern erreicht wird und erstmals auch Einblicke in mit einem Stent versehene Herzkranzgefäßabschnitte möglich sind.

Das Somatom Sensation Cardiac 64 wird serienmäßig mit HeartView CI ausgeliefert, einer Software zur Beurteilung der Herzkranzgefäße und Herzfunktion. Dazu gehören HeartView CT zur EKG-synchronisierten Aufnahme des Herzens und dessen dreidimensionaler Rekonstruktion, syngo Calcium Scoring zur Detektion und Quantifizierung koronarer Kalzifikationen, syngo Vessel View zur halbautomatischen Stenosequantifikation und zur Auswertung von Aneurysmen sowie syngo Argus für die virtuelle 4D-Darstellung und halbautomatische Quantifizierung der Herzfunktion.


„Die Kombination der Rotationsgeschwindigkeit von nur 0,33 Sekunden mit der Aufnahme von 64 Schichten gestattet jetzt eine EKG-synchronisierte Abdeckung des gesamten Brustkorbs innerhalb von nur 20 Sekunden Atemanhaltezeit und eine Untersuchung der Herzkranzgefässe in etwa neun Sekunden. Mit dem Somatom Sensation Cardiac 64 wird es zum ersten Mal möglich, die häufigsten Ursachen akuten Brustschmerzes in nur einem Scan zu beurteilen“, sagte Prof. Dr. Michael Block, Chefarzt der Kardiologie, Stiftsklinik Augustinum München.

Hintergrundinformation

Dank der einzigartigen, von Siemens entwickelten z-Sharp-Technologie liefern die Somatom Sensation 64-Schicht-CTs optimale Bildqualität bei Untersuchungen der Herzkranzgefäße und des gesamten Körpers. Eine Routine-Untersuchung der Koronararterien dauert nur etwa neun Sekunden. Dabei erlaubt die räumliche Auflösung von 0,4 Millimetern die deutliche Darstellung der feinsten anatomischen Details, wie kleinste Seitenäste der Kranzarterien und die Darstellung von gefährlichen Ablagerungen. Die z-Sharp-Technologie kombiniert die schnelle Bewegung der Röntgenquelle in der Straton-Röhre mit einem 64-Kanal-UltraFastCeramic (UFC)-Detektordesign. Das gestattet eine Verdopplung der pro Rotation aufgenommenen Schichten und somit eine deutlich verbesserte räumliche Auflösung und Bildqualität bei gleichbleibender Strahlendosis. Die einzigartige zeitliche und räumliche isotrope Auflösung des Systems ermöglicht die bewegungsfreie Bewertung peripherer Segmente der Koronararterien, einschließlich der Beurteilung von Plaques und eine Untersuchung der Durchgängigkeit von Stents mit hoher diagnostischer Zuverlässigkeit.

„Mit diesem Niveau an räumlicher und zeitlicher Auflösung haben die 64-Schicht-CTs von Siemens einen Standard gesetzt, an dem sich andere Systeme messen lassen müssen. Die Zukunft der Volumenbildgebung bei Herz- und anderen Untersuchungen hat begonnen“, sagte Prof. Dr. Michael Block, Chefarzt der Kardiologie, Stiftsklinik Augustinum München. „Der neue Computertomograph erlaubt es, bei geeigneten Patienten Engstellen in den Herzkranzgefäßen zu erkennen, ohne einen diagnostischen Herzkatheter durchführen zu müssen.“

Annette Erbslöh | Siemens MED Mailservice
Weitere Informationen:
http://www.augustinum-kliniken.de
http://www.siemens.com/med-bilder/SensationCardiac64

Weitere Berichte zu: Herzkranzgefäß Kardiologie Somatom

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Lymphdrüsenkrebs programmiert Immunzellen zur Förderung des eigenen Wachstums um
22.02.2018 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Forscher entdecken neuen Signalweg zur Herzmuskelverdickung
22.02.2018 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics