Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Medizin: DAHTA-Datenbank erweitert

27.09.2004


Die Datenbank der Deutschen Agentur für Health Technology Assessment des DIMDI (DAHTA@DIMDI) mit Daten zur Bewertung von medizinischen Verfahren und Technologien wurde ausgebaut: Eine neue Suchoberfläche, die Erweiterung der Verschlagwortung und eine nutzerfreundliche Gestaltung machen die Recherche noch komfortabler.



Health Technology Assessment (HTA) dient als wirksames Mittel zur Sicherung von Qualität und Wirtschaftlichkeit im deutschen Gesundheitswesen. Im Rahmen von HTA werden sowohl der medizinische Nutzen als auch die Kosten sowie ethische, soziale und juristische Auswirkungen von medizinischen Verfahren und Technologien bewertet. Die DAHTA-Datenbank enthält zurzeit rund 80 HTA-Berichte mit Informationen über Therapien, Diagnoseverfahren und Arzneimittel.

... mehr zu:
»DAHTA-Datenbank »HTA


Die Recherchemöglichkeiten der Datenbank wurden durch die Erweiterung der Schlagworte um zahlreiche deutsche und englische Begriffe ausgebaut. Die HTA-Berichte sind auch nach medizinischen Klassifikationen indiziert, die das DIMDI in Deutsch herausgibt: die Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD-10), die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF), die Anatomisch-Therapeutische Klassifikation (ATC) für Arzneimittel, der Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) sowie die Nomenklatur für Medizinprodukte (UMDNS). Mit einem Klick lässt sich jetzt auch eine Übersicht über alle HTA-Berichte aufrufen.

Ein direkter Zugriff auf die kostenfreie DAHTA-Datenbank ist über www.dimdi.de - HTA - HTA-Berichte suchen - möglich. Außerdem ist die Datenbank in die Datenbankrecherche des DIMDI integriert und gleichzeitig mit rund 80 weiteren Datenbanken, darunter auch MEDLINE, recherchierbar. Über die Relevanzsuche lassen sich mithilfe der DIMDI SmartSearch im Vorfeld einer Recherche die Trefferzahlen für einen Suchbegriff in den insgesamt 16 Datenbanken zum Fachgebiet HTA überprüfen.

Neben Berichten der DAHTA sind in der DAHTA-Datenbank HTA-Berichte des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) enthalten. In Kürze werden auch die Volltexte internationaler HTA-Berichte in Kooperation mit dem britischen National Coordinating Centre for Health Technology Assessment (NCCHTA) und dem Canadian Coordinating Office for Health Technology Assessment (CCOHTA) in die Datenbank aufgenommen.

Die Deutsche Agentur für HTA des DIMDI ist seit dem Jahr 2000 zuständig für HTA im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS). Neben der Forschungsförderung in Form von HTA-Berichten betreibt DAHTA@DIMDI ein umfangreiches Informationssystem HTA. Bis heute wurden von DAHTA@DIMDI rund 50 HTA-Berichte veröffentlicht, die kostenfrei im Volltext über die DAHTA-Datenbank verfügbar sind. Die Berichte sind in der Schriftenreihe HTA auch in Buchform erhältlich über den Buchhandel oder den DIMDI Webshop.

Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) in Köln stellt im Internet ein hochwertiges Informationsangebot für alle Bereiche des Gesundheitswesens zur Verfügung. Die rund 80 Datenbanken mit rund 100 Millionen Dokumenten repräsentieren eines der wichtigsten medizinischen Informationsangebote in Deutschland.

Zu den Aufgaben des DIMDI gehören u.a. die Herausgabe deutscher Versionen von medizinischen Klassifikationen sowie der Aufbau von Informationssystemen für Arzneimittel, Medizinprodukte und Health Technology Assessment (HTA).

Susanne Breuer | idw
Weitere Informationen:
http://www.dimdi.de/de/hta/db/index.htm
http://www.dimdi.de/de/db/recherche.htm

Weitere Berichte zu: DAHTA-Datenbank HTA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?
23.05.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften