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Maden gegen Wundinfektionen

17.09.2004


US-Forscher berichten über erfolgreiche Behandlung



Zu interessanten Forschungsergebnissen sind US-Wissenschaftler der Clinical Infectious Diseases Society gekommen: Maden der grünen Schmeißfliegen eignen sich hervorragend dazu, postoperative Wunden von Infektionen freizuhalten. Die Maden fressen nämlich zerstörtes Gewebe und bringen einen antibakteriellen Wirkstoff ein, berichtet das Wissenschaftsmagazin Clinical Infectous Diseases in seiner jüngsten Ausgabe.

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Dass diese Behandlungsmethode bereits auf Entdeckungen in den 20-er Jahren zurückgeht, ist den Forschern bekannt. Mit Aufkommen von Antobiotika wurde sie dann vergessen. Bei der Maden-Therapie MDT (maggot debridement therapy) werden Maden der Schmeißfliege Phaenicia Sericata zunächst im Eierstadium desinfiziert, damit sie keine weiteren Erreger in die offene Wunde einbringen, ehe sie aufgebracht werden. In den Versuchen wurden die Patienten zwei Mal wöchentlich für einen Zeitraum von 48 bis 72 Stunden behandelt. In den Untersuchungen wurde deutlich, dass die Heilungserfolge sehr viel versprechend waren.

"Für die Patienten scheint die MDT weniger Probleme zu verursachen als für das Krankenhauspersonal", erklärt der Mediziner Ronals Sherman, Direktor von BioTherapeutics, Education & Reasearch Foundation und Autor des Artikels im Fachmagazin. Die Behandlung mit den Maden ist zwar nicht so kostengünstig wie ursprünglich angenommen, da die Eier unter großem technischen Aufwand desinfiziert und täglich frisch hergestellt werden müssen. In der Zwischenzeit ist die MDT-Therapie auch von der FDA als erfolgreiche Therapie gegen Wundinfektionen anerkannt worden.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.idsociety.org

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