Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einweg-Sensor für Organtransplantationen

07.09.2004


Der ständig steigende Bedarf an Organen für Transplantationen kann nur durch einen Zuwachs an Organspendern gedeckt werden. Aber auch beim gegenwärtigen Organangebot kann die Erfolgsquote der Transplantationen durch die Überwachung der Lebensfähigkeit von Organen verbessert werden.

... mehr zu:
»Mikrosonde »Transplantation

Ein für die Transplantation bestimmtes Organ ist unter Annahme des schlimmsten Falls nur begrenzt lebensfähig. Dies führt jedoch oft zur Annahmeverweigerung lebensfähiger Organe, wenn deren Lebensfähigkeit abgelaufen ist. Die ständige Überwachung eines Organs würde nicht nur die zeitliche Absicherung seiner Lebensfähigkeit, sondern auch eine Einschätzung seiner Lebensfähigkeit während der Konservierung, dem Transport und der ersten Zeit nach der Operation bedeuten.

Im Rahmen des europäischen Projekts MICROTRANS wurde eine neue zuverlässige Multi-Sensoren Mikrosonde auf Silikonbasis entwickelt, welche die ständige Überwachung von Transplantationsorganen ermöglicht. Die Verwendung von mikroelektronischen Technologien bei der Herstellung von Mikrosonden zeichnet sich durch eine hohe Zuverlässigkeit und geringe Kosten aus. Gleichzeitig wird die Überwachung der Lebensfähigkeit in Bezug auf die ideale Temperatur sowie die Isolation von Krankheitserregern des Organs ermöglicht.


Die Mikrosonde enthält Sensoren für die Temperatur, den pH-Wert, den Kaliumgehalt und die Impedanz - alles wesentliche Parameter für die Bewertung des physiologischen Status von lebenden Organen. Die Übereinstimmung mit den Richtlinien für medizinische Geräte in Bezug auf elektrische Sicherheit und biologische Kompatibilität ermöglichte die Verwendung der Mikrosonde in der experimentellen und klinischen Praxis.

Die Gültigkeitsprüfung des Systems wurde durch ein von MICROTRANS speziell angefertigtes Instrumentarium vorgenommen, welches sowohl für das klinische Umfeld als auch bei Experimenten benutzt werden kann. Das System verfügt über eine modulare Architektur. Es besitzt verschiedene Module für jeden relevanten Parameter und gewährt Flexibilität bei der Auswahl der zu verwendenden Sensorarten und Technologien. Die Software für die Verarbeitung (Filterung und Eichung) steuert, zeigt und speichert die gemessenen Daten, die von den verschiedenen Modulen geliefert werden. Sie wurde auf der Basis der Lab View Software Plattform entwickelt.

Es wurden verschiedene Experimente sowohl in vitro als auch in vivo durchgeführt, um das Systemverhalten zu überprüfen. Die Ergebnisse waren vielversprechend. Das auf Silikon basierende elektronische Mikrosensor-System für die in vivo Messung mit mehreren Parametern eröffnet neue Wege für die Insitu-Überwachung von verfügbaren Transplantaten und deren Schicksal.

Kontakt:

Prof. Jordi Aguil
CNM (CSIC), Campus UAB
08193 Bellaterra, Spanien
Tel: +34-93-5947700
Fax: +34-93-5811496
Email: jordi.aguilo@cnm.es

Prof. Jordi Aguil | ctm
Weitere Informationen:
http://www.cnm.es

Weitere Berichte zu: Mikrosonde Transplantation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

nachricht Tropenviren bald auch in Europa? Bayreuther Forscher untersuchen Folgen des Klimawandels
21.06.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften