Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

West Nil Virus verursacht bleibende Gesundheitsschäden

23.08.2004


Schwer erkrankte ältere Menschen am stärksten betroffen



Eine Infektion mit dem West Nil Virus kann langfristige Gesundheitsschäden verursachen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der New York Academy of Medicine gekommen. Die Wissenschaftler beobachteten 42 Erwachsene, die nach dem Ausbruch im Jahr 1999 ins Krankenhaus eingewiesen worden waren. Es zeigte sich, dass zwei Drittel der Betroffenen nach einem Jahr noch immer unter mentalen oder körperlichen Problemen litten. Laut der im Fachmagazin Emerging Infectious Diseases veröffentlichten Studie waren ältere Menschen am stärksten betroffen.

... mehr zu:
»Infektion »Muskelschwäche »Virus


Für die aktuelle Studie wurden erstmals Patienten, die mit dem West Nil Virus infiziert worden waren, über einen derart langen Zeitraum begleitet. Sie wurden sechs, zwölf und 18 Monate nach der Erkrankung telefonisch befragt. Nach zwölf Monaten klagten 63 Prozent der Teilnehmer über Muskelschwäche, häufige Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und andere anhaltende Probleme. Der Großteil jener Personen, die sich wieder erholten, war laut BBC unter 65 Jahre alt. Nach 18 Monaten berichteten mehr als 40 Prozent der schwer erkrankten Patienten weiterhin über Schwierigkeiten beim Gehen, Muskelschwäche, Müdigkeit und Schlaflosigkeit. 30 Prozent litten weiterhin unter Gedächtnisverlust, Verwirrtheit, Depressionen und Reizbarkeit. Sie benötigten weiterhin Unterstützung bei der Bewältigung des Alltages.

Die Wissenschaftler betonten, dass diese Ergebnisse gemeinsam mit jenen anderer Studien nachwiesen, dass ältere Menschen für die schwere Form der Erkrankung am meisten anfällig sind. Sie betonten die Notwendigkeit von entsprechenden Präventionsmaßnahmen für diese Gruppe. Der leitende Wissenschaftler Denis Nash erklärte, dass eine Infektion mit dem West Nil Virus zu langfristigeren Gesundheitsproblemen zu führen scheint als bisher angenommen. Normalerweise verursacht das Virus leichte Symptome wie Fieber oder Hautauschläge. Die schwere Form der Erkrankung kann eine Enzephalitis oder eine Meningitis verursachen und sogar zum Tod führen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nyam.org
http://www.cdc.gov/ncidod/eid/index.htm

Weitere Berichte zu: Infektion Muskelschwäche Virus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?
23.05.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten