Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Brustkrebs-Früherkennung: Neuer Selbsttest ermittelt persönliches Brustkrebs-Risiko

18.08.2004


Brustkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung bei Frauen in den westlichen Ländern. Jede zehnte Frau ist hierzulande von dieser Diagnose betroffen. Wird Brustkrebs früh erkannt, kann er jedoch in den meisten Fällen geheilt werden. Ein neuer Test hilft, das persönliche Risiko einzuschätzen.


Im Rahmen der bundesweiten Kampagne "Brustkrebs Vorbeugen!" entwickelte ein Kreis erfahrener Frauenärzte sieben zentrale Fragen. Diese können im Internet unter www.brustkrebsvorbeugen.de oder beim Infodienst des Deutschen Krebsforschungszentrum (06221-424343) abgerufen werden. Zu den Risikofaktoren gehören z.B. Familienmitglieder, die an Brustkrebs erkrankten, Kinderlosigkeit, eine frühe erste oder späte letzte Periodenblutung, bestimmte gutartige Veränderungen oder "Vorläufer"-Brusterkrankungen sowie eine erhöhte Gewebedichte der Brust bei der Mammographie. Wenn eine Frau bei diesem Test ein deutlich erhöhtes Risiko aufweist, sollte sie mit ihrem Frauenarzt darüber sprechen, der entscheidet, ob weitere Maßnahmen nötig sind.

Einen ganz neuen Ansatzpunkt in der Vorsorge von Brustkrebs für Frauen mit erhöhtem Risiko bietet die Möglichkeit, sich an einer internationalen Präventionsstudie zu beteiligen. Hier soll herausgefunden werden, ob die Entstehung von Brustkrebs medikamentös verhindert werden kann. Die Studie IBIS II erforscht den präventiven Effekt des Wirkstoffes Anastrozol auf die Entwicklung von Brustkrebs. Anastrozol gehört zur Gruppe der so genannten Aromatasehemmer - Wirkstoffen, die die Bildung von Östrogen verhindern, wodurch Brustkrebszellen an ihrer Entstehung bzw. ihrem Wachstum gehindert werden.


Teilnehmen können Frauen nach den Wechseljahren, die einen unauffälligen Mammographie-Befund haben, aber Risikofaktoren aufweisen. Alle Frauen, die sich zu einer Teilnahme entschließen, erhalten eine äußerst intensive Betreuung. Die medizinische Versorgung ist besonders umfassend und engmaschig. Eine Betreuung, die im Rahmen einer klassischen Brustkrebs-Vorsorge kaum geleistet werden kann.

Namhafte Wissenschaftler unterstützen die Kampagne, die von der Deutschen Krebsgesellschaft für ihr hohes wissenschaftliches Niveau mit einem Gütesiegel ausgezeichnet wurde. Auch Selbsthilfegruppen wie "Frauenselbsthilfe nach Krebs" möchten Frauen dazu motivieren, sich mit ihrem persönlichen Risiko auseinander zu setzen.
Studienleitung: GABG e.V. (German Adjuvant Breast Cancer Group), GBG Forschungs GmbH, Schleussnerstr. 42, 63263 Neu-Isenburg, Tel: 06102-7987423, Fax: 06102-7987440

Krebsinformationsdienst (KID), Deutsches Krebsforschungszentrum, Brustkrebstelefon: 06221 - 42 43 43, werktags von 8-12 Uhr

Christine Bähren | RAIKE Kommunikation GmbH
Weitere Informationen:
http://www.brustkrebsvorbeugen.de

Weitere Berichte zu: Brustkrebs Krebsforschungszentrum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn
19.01.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Sicher und gesund arbeiten mit Datenbrillen
13.01.2017 | Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie