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Hochspezifische Antikörper für Prostatakrebs-Screening

10.08.2004


Als Alternative zu den vielfach genutzten herkömmlichen Labortests zur Erkennung von Prostatakrebs wurde ein innovatives Biosensorsystem entwickelt. Dieses Instrument ist für die zuverlässigere, effiziente und einfache Überwachung des jeweiligen biologischen Markers, d.h. des Prostataspezifischen Antigens (PSA), im Blut geeignet. Um diese Entwicklung realisieren zu können, wurden neuartige und leistungsfähigere Mausantikörper verwendet, die eine erhöhte Spezifizität für eine Reihe von Stellen auf den PSA-Komplexen und freien Molekülen zeigen.

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Prostatakrebs ist eine der verbreitetsten Krebsarten bei Männern über 65 Jahren. Diese sich langsam ausbreitende und potentiell tödlich verlaufende Krankheit wird normalerweise durch die Entdeckung von PSA-Mengen in einem Bluttest diagnostiziert. PSA ist ein Protein, das von der Vorsteherdrüse produziert wird. Wenn die Drüse sich vergrößert, erhöht sich der Anteil von PSA im Blut. Dies ist ein mögliches Anzeichen für einen bösartigen Tumor.

Durch die erfolgreiche Kombination von interdisziplinärem Fachwissen aus den Bereichen der Biotechnologie, Mikroelektronik und Mikrofluidik konnte das PAMELA-Konsortium eine bahnbrechende Entwicklung realisieren. Die Partner haben sich insbesondere auf die Gestaltung eines effizienten, vollautomatisierten Systems zur Überwachung von Patienten konzentriert, bei denen Prostatakrebs festgestellt worden ist. Dieses analytische Instrument kann reproduzierbare Echtzeit-Messungen des PSA-Anteils in Nanogramm pro Milliliter Blut durchführen.


In Übereinstimmung mit den klinischen Aspekten des PSA-Screenings wurde ein kosteneffektives Instrument entwickelt, das es mit den weit verbreiteten immunodiagnostischen Verfahren aufnehmen soll. Aus diesem Grund wurden die abgeleiteten Testergebnisse mit denen verglichen, die aus der Nutzung eines ELISA-Systems gewonnen wurden. Mit dem Ziel der Optimierung der Biosensorerkennungsplattform wurden rekombinante Antikörper genutzt, die eine hohe Affinität, Spezifizität, eine einfache Ablagerung an der Oberfläche des Signalwandlers sowie Stabilität aufweisen.

Es wurden spezielle Kamelantikörper für die gesamten PSA-Moleküle und monoklonale Mausantikörper für die verschiedenen PSA-Epitope sowohl auf freien Molekülen als auch Verbindungen gebildet. Als selektive Rezeptoren bieten diese erhöhte Flexibilität und gewährleisten die Optimierung des Array-Wahrnehmungspotential für die Analyse des PSA-Erkennungsvorgangs. Überdies wurde herausgefunden, dass ein spezielles Klonpaar (1A7 und A67) die Empfindlichkeit des Biosensors für das PSA-Screening der gefährdeten älteren Personen verbessert.

Eugene Bosmans | ctm
Weitere Informationen:
http://www.diamed.com

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