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Photodynamische Therapie gegen Hautkrebs

02.08.2004


Behandlung führt zur Hautverjüngung



Hohe Erfolgsraten weist eine seit wenigen Jahren verwendete Therapie gegen Hautkrebs auf: Die Photodynamische Therapie, bei der Patienten mit rotem oder grünem sichtbaren Licht bestrahlt werden, können zwischen 70 und 90 Prozent der Plattenepithelkarzinom-Fälle heilen, berichtet das Klinikum der Universität München.



Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 100.000 Menschen neu an Hautkrebs. Wie kaum eine andere Krebsart ist Hautkrebs frühzeitig erkenn- und therapierbar. Die Photodynamische Therapie wird seit einigen Jahren bei zwei Hautkrebstypen, dem verhornenden Plattenepithelkarzinom und bei dem oberflächlichen Hautkrebs (Basalzellkarzinom) angewandt. Die Wirksamkeit auf die Vor- und Frühstufen des vorverhornenden Plattenepithelkarzinoms sind als gut oder sehr gut zu bezeichnen, diejenige auf die Basalzellkarzinome bedürfen noch einer sorgfältigen Überprüfung. In international veröffentlichten klinischen Studien wird die hohe Wirksamkeit dieser Therapie mit Heilungsraten von 70 bis 90 Prozent, sehr guten kosmetischen Ergebnissen und hoher Patientenzufriedenheit dokumentiert.

Bei der Photodynamischen Therapie wird eine Farbstoffähnliche Substanz auf den Körper aufgetragen, ehe mit roten oder grünen sichtbaren Licht bestrahlt wird. Auf die erkrankten Stellen wird ein im menschlichen Körper vorkommender Baustein des roten Blutfarbstoffes namens Methlyester der 5-Aminolävulinsäure in Form einer Salbe aufgetragen. Dieser reichert sich bevorzugt in den erkrankten Hautzellen an und wird zu Vorstufen des roten Blutfarbstoffes weiterverarbeitet, die sich durch sichtbares Licht anregen lassen. Bei dieser Anregung kommt es zu einer Energieübertragung auf Sauerstoff, der toxisch auf die zelluläre Umgebung wirkt. Das Verfahren ist weitgehend selektiv, da geschädigte oder bösartig veränderte Zellen die Aminolävulinsäure stärker anreichern als gesunde Zellen. Nach Einwirkzeit und Bestrahlung mit ungefährlichem Rotlicht kommt es zu photooxidativen Reaktionen in den Zellen mit nachfolgendem Zelluntergang, berichtet das Universitätsklinikum.

Während der Bestrahlung tritt gewöhnlich deutliches Brennen oder eine sonnenbrandähnliche Empfindung auf. Andere Nebenwirkungen sind Wärmegefühl, Rötung, Ödeme und Verkrustungen. Als positiver Nebeneffekt der Behandlung zeigt sich häufig eine straffere und verjüngte Haut im Behandlungsgebiet.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenchen.de

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