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Studie zur erblichen Schwangerschafts-Gelbsucht

18.06.2001

Bonner Mediziner suchen nach den verantwortlichen Genen

Bei manchen Frauen kommt es während der Schwangerschaft zu einem Anstieg von giftigen Gallenbestandteilen im Blut, damit verknüpft zu Juckreiz, einer Erhöhung der Leberwerte bis hin - in schweren Fällen - zur Gelbsucht. Patientinnen mit dieser sogenannten "Schwangerschafts-Cholestase" haben häufiger Frühgeburten und sollten daher als Risikogruppe besonders betreut werden. Die Erkrankung tritt familiär gehäuft auf; die Anlage wird daher vermutlich vererbt. Die Medizinische Klinik und Poliklinik I der Universität Bonn möchte nun mit einer Studie zur Schwangerschafts-Cholestase die beteiligten Erbanlagen identifizieren. Die Mediziner bieten in diesem Zusammenhang eine Beratung für Patientinnen an, die in der zweiten Hälfte ihrer Schwangerschaft an Juckreiz leiden.

Initiiert wurde die Studie vom Bonner Privatdozenten Dr. Christoph Reichel in Zusammenarbeit mit der Universitäts Frauenklinik Bonn und dem Universitätsspital Zürich. Im Rahmen der Studie soll den betroffenen Patientinnen und den betreuenden Ärzten bei der Diagnose der Erkrankung und der Therapie geholfen werden. Da das Krankheitsbild der Schwangerschafts-Cholestase weitgehend unbekannt ist, wird es viel zu selten diagnostiziert; betroffenen Patienten und Familien konnte daher bisher kaum Hilfe angeboten werden.

Patientinnen, die sich an der Studie beteiligen möchten, wenden sich bitte an Dr. Christoph Reichel. Die Kontaktaufnahme erfolgt über die Pforte der Medizinischen Klinik, Tel.: 0228/287-5507, Fax: 0228/287-4323, oder per
E-Mail unter c.reichel@uni-bonn.de.

Frank Luerweg | idw

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