Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erstes europäisches Netzwerk zu Hepatitis und Influenza

19.07.2004


MHH-Wissenschaftler sind maßgeblich an Forschungskooperation beteiligt

... mehr zu:
»Hepatitis »Influenza »MHH »VIRGIL

Es ist das erste Forschungsnetz ("network of excellence"), das die Europäische Union im 6. Rahmen-Förderungsprogramm mit mehr als 9 Millionen Euro fördert: VIRGIL steht für "Vigilance against Viral Resistance" und soll vier Jahre lang die europaweite Forschung zu Hepatitis B und C sowie zur Influenza bündeln. Im Augenmerk der Wissenschaftler sind so genannte Resistenzen: Bei einigen Viren wirken bislang erfolgreiche Medikamente nicht mehr, die Erkrankungen breiten sich dadurch wieder stärker aus. "Ähnlich wie in der Vergangenheit bei HIV müssen wir dringend neue Therapien finden. Eine Kombination mehrerer Wirkstoffe könnte ein möglicher Weg sein", sagt Professor Dr. Michael P. Manns, Direktor der Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) - dessen Abteilung ist an vier von sieben VIRGIL-Arbeitsgebieten maßgeblich beteiligt und erhält 340.000 Euro aus der gesamten Fördersumme. Rund 55 medizinische Organisationen und sieben Firmen aus 12 europäischen Ländern sind an VIRGIL beteiligt. Koordiniert wird das gesamte Netzwerk vom Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale (INSERM), Paris, Frankreich. MHH-Professor Manns ist VIRGIL-Vorstandsmitglied.

Eine wichtige Basis für die künftige Forschungsarbeit ist das deutsche Kompetenznetz Hepatitis (HEP-NET), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Die EU-Gutachter sahen darin einen der Gründe für die erfolgreiche Bewilligung von VIRGIL: "Unser Netz hat Strukturen aufgebaut, die wir in der europäischen Forschungskooperation nun hervorragend nutzen können", sagt HEP-NET-Sprecher Professor Manns.


Sieben Arbeitsgebiete wird es künftig geben: VIRGIL-Surveil (Leitung: Professor Dr. Michael P. Manns, MHH, und Dr. Thomas Müller, Ludwig-Maximilians-Universität, München) wird ein Melde- und Patientenregister aufbauen, um das Auftreten und die Verbreitung von Virusresistenzen erst einmal festzustellen. VIRGIL-Clinvir (MHH beteiligt) etabliert eine zentrale virologische Diagnostik-Plattform für klinische Studien und charakterisiert Virusresistenzen. VIRGIL-Models (MHH beteiligt) entwickelt Testsysteme weiter und erstellt Zellkultur- und Tiermodelle, um die Mechanismen der Resistenz besser zu verstehen. VIRGIL-Host (MHH beteiligt) untersucht die Einflüsse des Wirtes (Patienten) auf den Krankheitsverlauf. VIRGIL-Innotech soll Methoden entwickeln, um die Resistenz-Entwicklung im klinischen Alltag zu überwachen. VIRGIL-Drugpharm erforscht, warum eine bewährte Therapie versagen kann und entwickelt neue Medikamente. VIRGIL-Impact kümmert sich um sozioökonomische Faktoren - darunter auch um die Kosten einer Therapie.

Weitere Informationen gibt gerne Professor Dr. Michael P. Manns, Direktor der Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie der MHH, Telefon: (0511) 532-6815,E-Mail: Meyer.Sandra@mh-hannover.de.

Dr. Arnd Schweitzer | idw
Weitere Informationen:
http://www.mh-hannover.de
http://www.virgil-net.org

Weitere Berichte zu: Hepatitis Influenza MHH VIRGIL

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Kostformen im Vergleich: Für Menschen mit Diabetes ist die Mittelmeer-Diät besonders gut geeignet
19.01.2018 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Vielversprechender Malaria-Wirkstoff erprobt
19.01.2018 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
Weitere B2B-VideoLinks
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen