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Chirurgische Eingriffe ohne Schnitte in der Haut

08.07.2004


Neue Technik ist riskanter als herkömmliche Verfahren



Eine neue Technik erlaubt Chirurgen Operationen innerer Organe ohne jegliche Schnitte in der Haut. Forscher der John Hopkins Universität in Baltimore, Maryland, benutzen ein Mini-Teleskop, das sie durch den Hals einführen und das einen Schnitt in der Magenwand macht, um die Unterleibsorgane zu erreichen. Der Vorteil der Technik, die bereits an Schweinen getestet wurde, liegt in einer schnelleren Regenerationszeit, dafür ist die Methode riskanter als herkömmliche Methoden.

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Der traditionelle Ansatz, um zu sehen was im Unterleib vor sich geht, ist ein großer Schnitt in der Haut und der darunter liegenden Bauchdecke. Chirurgen haben aber schon weniger invasive Methoden wie die Schlüssellochchirurgie oder Laparoskopie entwickelt. Hierbei wird ein flexibles Mini-Teleskop in die Bauchhöhle eingeführt, mittels eines kleinen Schnitts in der Bauchdecke, der etwa zwei Millimeter misst.

Anthony Kalloo und seine Kollegen glauben, dass sie mit der neuen Technik Unterleibsorgane wie den Darm, die Leber, die Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse erreichen können. In Experimenten an Schweinen haben sie ein Endoskop durch den Hals in den Magen eingeführt. Danach machten sie einen Schnitt im Magen und das Endoskop passierte die Magenwand und kam in die Bauchhöhle.

Die Experten rechnen bei dieser Methode mit einer schnelleren Regenerationszeit, weil die Technik einerseits weniger invasiv ist und weder Haut noch Muskeln in Mitleidenschaft gezogen werden, andererseits heilt die Verkleidung des Magens auch schneller wieder zusammen. Allerdings räumen die Forscher ein, dass Sicherheitsbedenken bestehen. Beispielsweise könnten die Magensäuren eine Bauchfellentzündung verursachen und das Licht des Endoskops ist sehr heiß und könnte zu Verbrennungen führen. Außerdem ist das Innere des Magens potenziell verunreinigt, und hier muss das Endoskop am Weg in die saubere Bauchhöhle durch, was ebenfalls eine Bauchfellentzündung auslösen könnte.

Marietta Gross | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.jhu.edu

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