Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Im Kampf gegen Lebensmittelallergien Erfolgschancen durch Vorbeugung

13.06.2001


Immer mehr Menschen werden von Allergien aller Art geplagt. Die Zahl der Betroffenen hat in den letzten Jahren stark zugenommen und scheint auch weiterhin zu steigen. Dabei sind allergische Reaktionen auf Lebensmittel zwar nicht so häufig wie Pollen- und Milbenallergien, sie gewinnen aber zunehmend an Bedeutung und treten in erster Linie bei Kindern auf.

Dies liegt häufig an zu frühem Zufüttern von Fremdeiweiß (Kuhmilch, Soja, Ei, Getreide) im Säuglingsalter sowie an der Veränderung und Vielfalt unseres Lebensmittelangebotes.

Hierauf weist der Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (aid) e. V., Bonn, hin.

Die Veranlagung eine Allergie zu entwickeln, wird vererbt, ausgelöst wird sie oft erst später durch den Kontakt mit möglichen Allergieauslösern.

Der aid rät daher einer Allergie bereits im Vorfeld durch vorbeugende Maßnahmen entgegenzutreten; vor allem, wenn durch Vererbung ein erhöhtes Risiko besteht. Dies kann zwar keinen absoluten Schutz vor Allergien bieten, sie aber eventuell abschwächen.

Ernährungsempfehlungen diesbezüglich gibt es bereits für die Stillzeit und darauf aufbauend insbesondere für die ersten Lebensmonate. In diesen sind die Verdauungsfunktionen und das Immunsystem des Säuglings noch nicht voll ausgereift, so dass körperfremde Eiweiße das Risiko eine Allergie zu entwickeln enorm steigern.

Besondere Beachtung sollten dabei Lebensmittel finden, die bekannt dafür sind, häufig eine Allergie auszulösen; so unter anderem Kuhmilch, Soja oder auch Nüsse. Selten hingegen lösen Lebensmittel wie Fleisch, Reis oder Blattsalate Allergien aus.

Allgemein lässt sich sagen, dass Stillen die beste Prävention in den ersten sechs Monaten ist, da Muttermilch auch Immunstoffe liefert. Mit der Beikost sollte erst danach begonnen werden, wobei Kuhmilch, Eier, Fisch, Nüsse, Soja, Weizenmehl und auch Schokolade bzw. Kakao zunächst (1. Lebensjahr) gemieden werden sollten.

Der Speiseplan kann pro Woche um ein Lebensmittel erweitert werden, um unnötige Abwechslung zu vermeiden und festzustellen, ob das Kind ein Lebensmittel verträgt oder nicht, so der aid.

Während der Schwangerschaft ist keine spezielle Diät notwendig, eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Kost genügt. In der Stillzeit sollte jedoch eine bewusste Lebensmittelauswahl dahingehend stattfinden, dass oft allergieauslösende Lebensmittel vermieden werden.

Berücksichtigt man diese Aspekte, lassen sich gute Erfolge mittels der Prävention erzielen. Kommt es zur Entwicklung einer Lebensmittelallergie, erweist sich die Diagnose oftmals als schwierig, da die Symptome selten direkt mit dem auslösenden Lebensmittel in Verbindung gebracht werden können.

Hilfreich für den behandelnden Arzt können an dieser Stelle Ernährungs- und Symptomtagebücher sein.

Weitere Informationen: aid-Heft "Lebensmittel-Allergien", DIN A5, 48 Seiten, Best.-Nr. 61-1415, ISBN 3-8308-0106-8, 4,00 DM, 2,05 Euro (Rabatte ab 10 Heften pro Titel) zzgl. Porto und Verpackung gegen Rechnung, aid-Vertrieb DVG, Birkenmaarstrasse 8, 53349 Meckenheim, Österreich: OeAV, Achauerstr. 49a, A-2335 Leopoldsdorf.

Nadine Schulze | Presseinfo

Weitere Berichte zu: Allergie Lebensmittelallergie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Wachablösung im Immunsystem: wie Dendritische Zellen ihre Bewaffnung an Mastzellen übergeben
16.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

nachricht Wie Lungenkrebs zur Entstehung von Lungenhochdruck führt
16.11.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte