Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Qualitätsgesicherte Mammographie für alle Frauen

11.06.2001

Deutsche Krebshilfe begrüßt Gesetzesantrag der Regierung

Regierungskreise ließen verlauten, dass ein Mammographie-Gesetz auf den Weg gebracht werden soll. Damit wird den Frauen in Deutschland endlich ein qualitätsgesichertes Brustkrebs-Früherkennungs-Programm angeboten. Die Deutsche Krebshilfe begrüßt diesen Vorstoß sehr: "Jedes Jahr würden in Deutschland 3.500 Frauen weniger an Brustkrebs sterben als bisher, wenn wir ein qualitätsgesichertes Mammographie-Screening hätten", betonte Dr. Eva Kalbheim, Pressesprecherin der Organisation. Ein bösartiger Tumor der Brust, der im Frühstadium erkannt wird, kann in neun von zehn Fällen geheilt werden.

Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor der Frau: In Deutschland erkranken jährlich 46.000 Frauen - und 19.000 sterben jedes Jahr daran. Goldstandard der Diagnostik ist nach wie vor die Mammographie, eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust. Sie bietet jedoch nur dann diagnostische Sicherheit, wenn der Arzt große Erfahrung bei der Beurteilung der Röntgenbilder hat und wenn die Röntgengeräte auf dem neusten Stand sind. Gerade daran aber mangelt es: Experten kritisieren, dass bei uns jährlich rund vier Millionen Mammographien gemacht werden, deren Qualität oft zweifelhaft ist. Dies soll sich nun ändern: Die rot-grüne Bundesregierung hat einen Gesetzesantrag eingebracht, mit dem die Mammographie-Misere beendet werden kann.

Zahlreiche Frauenverbände, Selbsthilfegruppen und Brustkrebs-Initiativen machen seit Monaten Bevölkerung und Politik auf das Problem der unzureichenden Brustkrebs-Früherkennung aufmerksam. Die Deutsche Krebshilfe ist hier Vorreiterin: Sie unterstützt die Mammographie-Screening-Modellprojekte des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen, mit denen die flächendeckende Einführung einer qualitätsgesicherten Brustkrebs-Früherkennung vorbereitet werden soll. Außerdem beteiligt sie sich aktiv an den politischen Diskussionen und initiierte ein Forum der Frauen-Initiativen zum Brustkrebs. Nun fordert sie eine zügige Verabschiedung des Mammographie-Gesetzes. "Gynäkologen und Radiologen sind sich einig, dass dringend etwas passieren muss. Der vorliegende Gesetzesantrag wird uns helfen, die notwendigen Maßnahmen rasch umzusetzen", so die Pressesprecherin der Deutschen Krebshilfe.

Kernforderungen des Gesetzesantrages sind die Einführung eines flächendeckenden qualitätsgesicherten Mammographie-Screenings nach Europäischen Leitlinien, die Etablierungen eines externen Qualitätsmonitorings, die Sicherung der Qualität der Brustkrebs-Behandlung und die Einführung eines vollständigen, flächendeckenden Krebsregisters. Diese Kernpunkte decken sich mit den Forderungen, die bereits im Juli vergangenen Jahres vom Diskussionsforum der Frauen-Initiativen veröffentlicht worden waren. Dazu Eva Kalbheim: "Die Politik hat erkannt, wie drängend das Brustkrebs-Problem ist. Wenn Experten, Politiker, Patientinnen und interessierte Frauen nun eng zusammen arbeiten, können die geplanten Neuerungen rasch in die Tat umgesetzt werden."

Dr. med. Eva M. Kalbheim-Gapp | idw
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de

Weitere Berichte zu: Mammographie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Therapieansätze bei RET-Fusion - Zwei neue Inhibitoren gegen Treibermutation
26.06.2017 | Uniklinik Köln

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive