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Ernährung mit Obst kann Augenkrankheit verhindern

15.06.2004


Mehr als drei Portionen täglich schützen vor Makulopathie



Das Essen von Obst schützt gegen eine altersbedingte Augenkrankheit, die zu einer Erblindung führen kann. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Brigham and Women’s Hospital gekommen. Die Wissenschaftler begleiteten mehr als 118.000 Menschen über einen Zeitraum von 12 bis 18 Jahren. Jene, die drei oder mehr Portionen Obst täglich aßen, erkrankten 36 Prozent seltener an einer Makulopathie als jene, die weniger als 1,5 Portionen aßen. Diese Augenkrankheit ist laut BBC als Ursache für eine Blindheit bei Patienten über 65 Jahren führend. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Archives of Ophthalmology veröffentlicht.

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Das Team untersuchte den Zusammenhang der konsumierten Menge an Obst, Gemüse und Vitaminen mit dem Risiko einer Augenerkrankung. Sie begleiteten 77.562 Frauen, die an der Nurses’ Health Study und 40.866 Männer, die an der Health Professionals Follow-up Study teilnahmen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zu Beginn der Studie mindestens 50 Jahre alt und verfügten über keine entsprechende Diagnose. Die Frauen wurden bis zu 18 Jahre begleitet, die Männer bis zu 12 Jahren. Die Teilnehmerinnen beantworteten im Untersuchungszeitraum bis zu fünf Mal einen Fragebogen zu ihren Ernährungsgewohnheiten, die Männer drei Mal. Zusätzlich machten sie alle zwei Jahre Angaben zu ihrer Einnahme von Vitaminen und Nahrungsergänzungen.

Während des Beobachtungszeitraumes wurde bei 329 Frauen und 135 Männern ein frühes Stadium von ARM diagnostiziert. Weitere 217 Frauen und 99 Männer litten unter einer neovaskulären ARM, einer ernsteren Form der Erkrankung. Während drei oder mehr Portionen Obst täglich das Risiko einer neovaskulären ARM deutlich verringerten, schien das Essen von Gemüse keine Vorteile zu bringen. Orangen und Bananen konnten besonders stark schützende Eigenschaften nachgewiesen werden. Zusätzlich zeigte sich, dass zwischen den Mengen antioxidanter Vitamine und dem Erkrankungsrisiko kein direkter Zusammenhang bestand.

Eine Makulopathie wird durch eine Schädigung der Makula verursacht, einem Teil der Retina. Entweder kommt es zu einer Zerstörung der Zellen oder einer Schädigung des Gewebes durch das Wachstum von Blutgefäßen unter der Retina. Derzeit gibt es Behandlungsmöglichkeiten aber keine Heilung. Frühere Forschungen haben gezeigt, dass die Einnahme von antioxidanten Vitamin- und Mineralgaben gegen diese Krankheit schützen können. Zusätzlich wurde nachgewiesen, dass hohe Dosen von Vitamin C und E, sowie Beta-Carotin und Zink ihr Fortschreiten verlangsamen können.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.brighamandwomens.org
http://archopht.ama-assn.org

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