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Luftreiniger als Gesundheitsgefahr

11.05.2004


US-Forscher warnen vor chemischer Reaktion mit Ozon



Die US-Environmental Protection Agency EPA warnt vor einem möglicherweise gefährlichen Giftcocktail für Menschen, der durch Luftreiniger in Verbindung mit Ozon entsteht. Durch chemische Reaktion kann es nämlich zur Bildung des Krebserregers Formaldehyd kommen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature.

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Bei den Luftreinigern, die von den Forschern des EPA National Risk Management Research Laboratory in North Carolina untersucht worden waren, handelt es sich um Produkte, die direkt in die Stromsteckdose gedrückt werden und dann die Düfte verbreiten. Die chemischen Reaktionen sind auf die Moleküle von Pinenen und Limonenen (angenehm nach Zitrusfrüchten riechende Terpenlösemittel, die aus Schalen der Früchte gewonnen werden) gemeinsam mit bodennahem Ozon, das durch Abgase entsteht, zurückzuführen. "Wenn das Fenster an einem Tag, an dem die Ozonbelastung besonders hoch ist, geöffnet wird, kann es zu den unerwünschten chemischen Reaktionen kommen", so Studienleiter Mark Mason.

"Wer sich um die Luftqualität in seinen eigenen vier Wänden Sorgen macht, sollte keine chemischen Luftreiniger verwenden", rät Frank Princotta, Direktor der EPA Air Pollution Prevention and Control Division. Formaldehyd (HCOH) wirkt sensibilisierend, allergisierend und Allergie-verstärkend. Bei erhöhter Raumluftbelastung steht die akut schleimhautreizende Wirkung im Vordergrund. Die Reizung der Atemwege kann zu Asthma bronchiale führen. Im Tierversuch (Inhalationsstudien) gilt die kanzerogene Wirkung als ausreichend gesichert. Sowohl die EPA als auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) werten Formaldehyd als wahrscheinliches Kanzerogen mittlerer Gefährlichkeit. Darüber hinaus kann es bei längerfristiger Exposition zu Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, der Konzentrationsfähigkeit und des Schlafverhaltens kommen.

Masons Team hat in den Versuchen eine Formaldehyd Konzentration von etwa 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Raumluft gemessen. Das entspricht dem Limit der EPA für Messwerte im Freien.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nature.com

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