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Blutdruck bei Kindern und Jugendlichen steigt an

05.05.2004


Blutdruck bei Kindern und Jugendlichen steigt an - Übergewicht ist verantwortlich



Der Blutdruck von Kindern und Jugendlichen ist innerhalb der vergangenen zehn Jahre deutlich angestiegen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Tulane University gekommen. Die Forscher machen im Journal of the American Medical Association großteils das allgemeine Ansteigen des Übergewichtes für diese Entwicklung verantwortlich. Ein hoher Blutdruck wiederum erhöht das Risiko einer Herzerkrankung oder eines Schlaganfalls. Es wird laut BBC geschätzt, dass rund ein Drittel der amerikanischen Erwachsenen übergewichtig ist.

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Für die Studie wurden die Daten von 5.582 Kinder im Alter von acht bis 17 Jahren analysiert, die zwischen 1988 und 1994 sowie 1999 und 2000 an Reihenuntersuchungen teilgenommen hatten. Gemessen wurden der systolische und der diastolische Druck. In der ersten Untersuchungsperiode lag der durchschnittliche systolische Blutdruck bei 104,6 mm Hg. Er stieg in der Folge auf 106 mm Hg an. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich der diastolische Druck von 58,5 mm Hg auf 61,7 mm Hg. Bei den ersten Untersuchungen waren 11,7 Prozent der Kinder fettleibig. Zehn Jahre später waren es bereits 16,3 Prozent.

Der leitende Wissenschaftler Jeffrey Cutler erklärte, dass frühere Forschungsergebnisse nahe legten, dass jeder Anstieg von ein bis zwei mm Hg das Bluthochdruckrisiko für Jugendliche um 100 Prozent erhöhte. "Der in der Studie festgestellte Anstieg mag auf den ersten Blick gering erscheinen. Er kann jedoch ernste Auswirkungen haben." Mitautor Paul Muntner ergänzte, dass der gleichzeitige Anstieg der Körpermassenzahl (BMI) für einen Teil des Anstieges des Blutdruckes verantwortlich sei. "Stellt man das Verhältnis zwischen BMI und Blutdruck dem Ansteigen des Übergewichts in Amerika gegenüber, ist ein weiteres Ansteigen des Bluthochdruckes zu erwarten."

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www2.tulane.edu
http://jama.ama-assn.org

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