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Stammzellen bei Herzversagen erfolgreich

27.04.2004


Neues Behandlungsverfahren erstmals eingesetzt



Wissenschaftler der University of Pittsburgh School of Medicine haben nachgewiesen, dass die Behandlung mit Stammzellen bei Herzversagen erfolgreich sein kann. Sie untersuchten 20 Patienten mit Herzversagen. Es zeigte sich, dass jene, denen Stammzellen in die geschädigten Herzbereiche injiziert wurden, mehr Blut transportieren konnten als jene, die nur operiert wurden. Der leitende Wissenschaftler Robert Kormos erklärte, dass diese Forschungsergebnisse die Behandlung entscheidend verändern könnten.



Frühere Studien haben das Potenzial erwachsener Stammzellen, den Herzmuskel zu unterstützen und das Wachstum von Blutgefäßen zu fördern, bereits nachgewiesen. Die aktuelle Studie weist laut BBC erstmals die Einsetzbarkeit dieses Verfahrens nach. Alle Teilnehmer litten an einem schweren Herzversagen. Das bedeutet, sie waren nicht in der Lage, das Blut effektiv zu transportieren. Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf die so genannte Auswurffraktion, ein Normalmaß für die Herzleistung. Sie wird durch die Gesamtmenge des Blutes bestimmt, die durch die linke Herzkammer gepumpt wird. Bei einem gesunden Menschen liegt die Auswurffraktion bei 55 Prozent.

Zu Beginn der Tests verfügten die Teilnehmer über Auswurffraktionen von weniger als 35 Prozent. Bei allen Patienten wurde eine Bypass-Operation durchgeführt. Während der Operation erhielt ein Teil zwei verschiedene Arten von Stammzellen, die aus ihren Hüftknochen entnommen worden waren. Diese Zellen wurden in 25 bis 30 Stellen des beschädigten Herzmuskels injiziert. Nach sechs Monaten verfügte diese Gruppe über eine Auswurffraktion von 46,1 Prozent, die andere über 37,2 Prozent. Die Behandlung mit den Stammzellen schien keine ernsten Nebenwirkungen zu verursachen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.medschool.pitt.edu

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