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Medikament gegen plötzlichen Herztod erfolgreich getestet

13.04.2004


JTV519 zielt auf molekulare Ursachen ab



Eine Studie an der Columbia University hat gezeigt, dass ein neues Medikament den plötzlichen Herztod effektiv verhindern kann. JTV519 zielt laut Science auf jene Rhythmusstörungen ab, die bisher nur schwer behandelt werden konnten. Dieses Medikament ist eines der ersten auf molekularer Basis, das Toxizität bestehender Behandlungsansätze umgeht. Rund die Hälfte der 4,6 Mio. amerikanischen Patienten mit Herzversagen stirbt laut BBC an Rhythmusstörungen, die zu einem raschen und ungleichmäßigen Schlagen des Herzens führen.



JTV519 konzentriert sich auf die molekularen Ursachen der gefährlichen Rhythmusstörungen. Konkret handelt es sich dabei um das Durchsickern von elektrisch geladenen Kalziumatomen oder Ionen in Herzzellen. Das Medikament stoppt diesen Prozess mit Hilfe eines Proteins. Zehn Mäuse mit einem entsprechenden Problem ging es nach der Behandlung sehr gut. Diese Tiere zeigten keine weiteren Rhythmusstörungen. Acht von neun unbehandelten Mäusen starben in der Folge. Zusätzlich könnte das Medikament die Schädigung des Herzens während eines Herzversagens verhindern, da das Leck den Verfall beschleunigt.

Tim Bowker von der British Heart Foundation erklärte, diese Studie helfe einen Mechanismus elektrischer Instabilität in den Herzen von gentechnisch veränderten Mäusen zu identifizieren. Zusätzlich würde gezeigt, dass ein neues Medikament diesen Mechanismus korrigieren kann. "Es kann jedoch sein, dass schließlich nur eine vergleichsweise kleine Gruppe von Patienten mit ererbten Herzkrankheiten wirklich profitieren wird." Mehr als die Hälfte der Fälle von Herzversagen in Großbritannien seien auf koronare Herzkrankheiten zurückzuführen. Der Großteil der anderen Fälle würde durch andere bekannte Formen von Herzkrankheiten verursacht. Nur bei einem geringen Anteil sei von elektrischen Ursachen auszugehen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.columbia.edu
http://www.sciencemag.org
http://www.bhf.org.uk

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