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ID BIOMEDICAL gibt positive Ergebnisse aus Studie mit intranasalem Grippe-Impfstoff an Menschen bekannt

27.04.2001


* Gut verträglicher Subunit-Impfstoff gegen Influenza mit mucosalen undsystemischen Immunitätsreaktionen

* John Treanor, M.D., Principal Investigator, präsentiert die Influenza-Daten am 24. April 2001 anläßlich der "Fourth Annual Conference on Vaccine Research" in Arlington, Virginia - einer von der National Foundation of Infectious Diseases in Kooperation mit CDC, NIAID, USDA, CBER FDA und der WHO geförderten Veranstaltung.

ID Biomedical Corporation gab heute positive Ergebnisse der klinischen Studie eines intranasalen Subunit-Impfstoffs für die Prototyp-Influenza (Grippe) bekannt. Dieser Impfstoff ist von Intellivax International Inc. entwickelt worden. ID Biomedical steht in Übernahmeverhandlungen mit Intellivax, die in Kürze abgeschlossen sein sollen.

Mit der Studie konnte nachgewiesen werden, dass der Impfstoff bei drei unterschiedlichen Dosen sicher und gut verträglich ist. Und: Die Testpersonen entwickelten mucosale und systemische Immunitätsreaktionen.

"Ich bin ganz begeistert über die Ergebnisse dieser klinischen Studie", erklärte Dr. John Treanor, Außerordentlicher Professor für Medizin an der Universität von Rochester und Principal Investigator der Studie. "Wir konnten nachweisen, dass der Proteosom-Influenza-Impfstoff als Nasenspray einen hohen IgA-Antikörperspiegel in Nasalsekretionen herbeiführt. Darüber hinaus erzeugt dieser intranasale Impfstoff auch hämagglutinationshemmende Antikörper im Blut. Es ist bemerkenswert und sehr ermutigend, dass dieser intranasale proteosomale Impfstoff gegen Influenza einen signifikanten Level an potentiell schützender Antikörper sowohl in Nasalsekretionen als auch im Blut eruieren kann."

Zu den potentiellen Wettbewerbsvorteilen des Influenza-Impfstoffes von ID Biomedical/Intellivax gehören die komplikationslose Verabreichung (keine Nadeln), die Sicherheit (,nicht lebendiger Impfstoff, der auf der Grundlage gereinigter Proteine hergestellt wird), die umfassende Immunität (mucosale und systemische Antikörper), das einfache Herstellungsverfahren (verträglich mit Influenza-Antigen, das in Eiern oder Zellkulturen erzeugt wird) und die Haltbarkeit (der Impfstoff weist ein verbessertes Lagertemperaturprofil auf).

Der Influenza-Impfstoff von ID Biomedical/Intellivax basiert auf einer von Intellivax entwickelten Impfstofferzeugungs-/Adjuvanz-Technologie - den Proteosomen. Dieser Proteosom-Influenzaimpfstoff wird durch Kombination von Proteosomen mit einem Präparat aus Influenzaproteinen erzeugt, die das Hämagglutinin enthalten. Man weiß, dass ein Zusammenhang zwischen den Immunitätsreaktionen gegen das Hämagglutinin und dem Schutz gegen die Influenzainfektion besteht und daran die hämagglutinationshemmenden Antikörper beteiligt sind, die nach der Immunisierung mit dem nasalen Proteosom-Influenzaimpfstoff nachgewiesen werden konnten. Bei Erwachsenen werden solche Serum-Antikörper typischerweise am stärksten durch einen injizierbaren Impfstoff herbeigeführt.

"Der durch unseren Proteosom-Influenzaimpfstoff herbeigeführte sekretorische IgA-Antikörperspiegel war vergleichbar mit dem durch kälte-adaptierte Lebendvirus-Impfstoffe erzeugten IgA-Antikörperspiegel, deren Schutzwirkung bei Menschen nachgewiesen werden konnte" erläuterte George Lowell, M.D., President und Chief Scientific Officer von Intellifax. "Diese Daten über den Influenza-Impfstoff unterstreichen, wie wertvoll unsere firmeneigene Proteosom-Technologie ist, die unserer Meinung nach vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für Nasalspray-Impfstoffe zum Schutz gegen zahllose Krankheiten bietet."

Die Influenza (Grippe) wird durch den die Atemwege infizierenden Influenza-Virus hervorgerufen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass in Nordamerika und Europa jährlich 70 - 150 Millionen Menschen von dieser sehr ansteckenden Krankheit betroffen sind und bis zu 125.000 Menschen an dieser Krankheit sterben. Darüber hinaus ist Influenza eine wesentliche Ursache für Ausfallzeiten in Beruf und Schule.

Die direkten Kosten für die Diagnose und die Behandlung der Influenza und die indirekten Kosten, die durch den krankheitsbedingten Ausfall am Arbeitsplatz entstehen, stellen eine enorme Belastung für die Gesellschaft dar. Als besten und kostenwirksamsten Schutz gegen Influenza empfehlen die Gesundheitsbehörden die jährliche Grippe-Schutzimpfung. In den Vereinigten Staaten hat das Advisory Committee on Immunization Practise (ACIP) kürzlich die Altersschwelle für die allgemeine Schutzimpfung von 65 Jahren auf 50 Jahre gesenkt (76 Millionen Menschen). Derzeit wird beim ACIP die Empfehlung von Vorsorgeimpfungen auch für junge, gesunde Kinder erwogen. Neben der vorbeugenden Wirkung spielt dabei die Verbreitung des Virus durch diese Bevölkerungsgruppe eine Rolle. Auch Arbeitgeber fördern zunehmend Grippeschutzimpfungen durch ein entsprechendes Angebot am Arbeitsplatz.

Der Markt für Grippeschutz-Impfstoffe wird in den nächsten zehn Jahren ein erhebliches Wachstum erfahren, da die Gesundheitsbehörden für einen immer größeren Teil der Bevölkerung allgemeine Schutzimpfungsmaßnahmen empfehlen. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass die Einführung von anwenderfreundlicheren, intranasalen Grippeimpfstoffen die weitere Expansion des Marktes zur Folge hat.

"Bei den derzeit auf dem Markt erhältlichen Grippeschutzimpfstoffen handelt es sich ausschließlich um injizierbare Totimpfstoffe. Bei der nächsten Generation der Grippeschutzimpfstoffe werden intranasale Produkte im Vordergrund stehen. FluMist(TM) - ein lebender, kälte-adaptierter Virusimpfstoff von Aviron - der in die Nase gesprüht wird, wird wohl in den nächsten zwei Jahren auf den Markt kommen" erläuterte Anthony Holler, M.D., CEO von ID Biomedical. "Dieser Grippeimpfstoff hat den Vorteil, dass es sich dabei um ein ’nicht-lebendiges’ Produkt handelt, das als Nasenspray verabreicht wird. Die Ergebnisse dieser ersten klinischen Studie zeigen, dass dieses Produkt in bezug auf die Immunität einige der besten Leistungsmerkmale intranasaler Lebend-Impfstoffe und der derzeit eingesetzten injizierbaren Impfstoffe miteinander kombinieren kann."

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