Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovation für die Haut

24.04.2001


... mehr zu:
»Ectoin »Emblica »Kosmetikindustrie
Merck auf der In-Cosmetics 2001 in Düsseldorf: / Innovation für die Haut: Merck startet die Markteinführung von Emblica - einem pflanzlichen Wirkstoff für die Kosmetikindustrie

   Düsseldorf und Darmstadt (ots) - Merck hat heute auf der internationalen Fachmesse In-Cosmetics 2001 die Markteinführung von Emblica angekündigt. Emblica ist eine patentierte Wirkstoffkombination aus pflanzlichen Inhaltsstoffen, die aus den Früchten des Laubbaumes Phyllanthus emblica gewonnen wird.

   Emblica gehört zu den innovativen Neueinführungen von Merck für die weltweite Kosmetikindustrie. Die Sustanz besitzt alle Eigenschaften, die einen idealen Radikalfänger auszeichnen, gleichzeitig aber metallinduzierte Oxidationsprozesse verhindern.

   Die Heilpflanze Phyllantus emblica wird in der indischen Naturheilkunde der Ayurveda seit Generationen zur Behandlung verschiedenster Beschwerden eingesetzt. Emblica wird aus den Früchten der Heilpflanze schonend durch Wasserdampfextraktion gewonnen. Das Herstellverfahren sichert die gleichbleibend hohe Konzentration der wirksamen Bestandteile.

   "Unsere Kunden suchen aktiv nach neuen Wirksubstanzen, die die Haut besser gegen Alterung, Falten und Umwelteinflüsse schützen. Unsere Strategie ist es, die innovativen Inhaltsstoffe dafür zu entwickeln, die genau definiert, dokumentiert und nach dem Vorbild der Natur gestaltet sind", sagt Klaus Bischoff, Leiter des weltweiten Geschäfts mit der Kosmetikindustrie bei Merck.

   Der neue Wirkstoff Emblica, so Bischoff, sei ein Beispiel für diese Strategie. Der neue Inhaltsstoff werde für alle Hautpflege- und Hautschutzprodukte empfohlen, insbesondere für den Einsatz in Anti-Aging und Sonnenschutzformulierungen.

   Die Hauptinhaltsstoffe von Emblica sind die niedermolekularen Gerbsäuren Emblicanin A und B, die das in der Haut vorkommende Eisen in Form von Komplexen binden. So verhindert Emblica die Bildung von Hydroxylradikalen, die zu Hautschädigungen führen können. Damit ist Emblica gegenüber anderen etablierten Antioxidantien im Vorteil: So können zum Beispiel die Vitamine C und E in bestimmten Konzentrationen Metallionen reduzieren und dadurch die Entstehung der gefährlichen freien Radikale fördern.

   Der wesentliche Vorteil von Emblica ist die Langzeitwirkung: Während die Kraft der meisten Antioxidantien mit der Zeit nachlässt, entfalten die einzelnen Komponenten von Emblica ihre Wirkung in Form einer Kaskade. Sie gewährleisten damit einen gleichbleibend lang anhaltenden antioxidativen Schutz.

   RonaCare Ectoin stabilisiert die zelleigene Immunabwehr, schützt die Haut vor Hitze und Kälte und verhindert das vorzeitige Altern der Hautzellen.

   RonaCare Ectoin ist ein weiterer Wirkstoff für die Kosmetikindustrie, der seine Schutzwirkung für die Haut nach dem Vorbild der Natur entfaltet. Ectoin wurde in Bakterien entdeckt, die Dank dieser Substanz die Fähigkeit besitzen, in unwirtlichen Gegenden bei hohen Temperaturen, Trockenheit und starker UV-Strahlung zu überleben. Merck hat diesen neuen Wirkstoff erstmals anlässlich der Kosmetik-Fachmesse IFSCC 2000 in Berlin am Markt eingeführt.

   Die  Mikroorganismen, die das Ectoin zu ihrem eigenen Schutz produzieren, mögen es schon seit Jahrtausenden möglichst ungemütlich: Sie leben in Salzseen, in gesättigter Kochsalz-Lösung, sind in eisiger Kälte ebenso anzutreffen wie in der trockenen Hitze der Wüste. Ectoin sichert ihnen dabei das Überleben.

   Diese natürlichen Überlebensvorteile der Bakterien nutzt Merck mit dem neuen Kosmetik-Wirkstoff jetzt auch für die Anwendung auf der menschlichen Haut. Kunden der internationalen Kosmetikindustrie haben bereits ihr Interesse bekundet, RonaCare Ectoin in Cremes und anderen Hautpflegemitteln, aber auch in Shampoos und Lippenstiften einzusetzen.  

   "Der Kosmetik-Wirkstoff schützt die Haut vor Schäden durch Stressfaktoren wie Hitze, Kälte und Umwelteinflüsse, indem er die zelleigenen Reparatur- und Schutzmechanismen unterstützt," sagt Merck-Forscher Dr. Joachim Bünger. Darüber hinaus reguliert der neue Kosmetikrohstoff den natürlichen Feuchtigkeitshaushalt der Zellen und verhindert auf diese Weise deren Austrocknen. 

   Bei der Entwicklung des neuen Wirkstoffs arbeitet Merck mit der Wittener Firma Bitop GmbH zusammen, die das biotechnologische Herstellverfahren patentiert hat. Die großtechnische Produktion des Wirkstoffs erfolgt bei Merck am Standort Darmstadt. 

   Emblica(tm) und RonaCare(tm) Ectoin sind Warenzeichen der Merck KGaA, Darmstadt.

   Mit etwa 33.500 Mitarbeitern weltweit erzielt die Merck-Gruppe in den Feldern Pharma, Labor und Spezialchemie einen Umsatz von jährlich rund 6,7 Milliarden Euro. Das Unternehmen, 1668 als Apotheke in Darmstadt gegründet, ist heute mit mehr als 200 Gesellschaften in 52 Ländern vertreten. Die Merck-Gruppe betrachtet die Förderung der Eigeninitiative und Selbstverantwortung ihrer Mitarbeiter, anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung sowie strikte Kundenorientierung in den Märkten als Schlüssel zum langfristigen Unternehmens-Erfolg. Die operativen Tätigkeiten der Merck-Gruppe sind unter dem Dach der Merck KGaA zusammengefasst, an der die Merck-Familie - über E. Merck als Komplementär - zu 74 Prozent und die Aktionäre zu 26 Prozent beteiligt sind.

Kontakt:
Hartmut Vennen
Tel.:+49 6151 72 2386
Fax.:+49 6151 72 7707
E-Mail: hartmut.vennen@merck.de
Internet: http://www.merck.de

ots |

Weitere Berichte zu: Ectoin Emblica Kosmetikindustrie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Maßgeschneiderte Strategie gegen Glioblastome
26.09.2016 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Neue Therapie gegen osteoporosebedingte Knochenbrüche
26.09.2016 | Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: First quantum photonic circuit with electrically driven light source

Optical quantum computers can revolutionize computer technology. A team of researchers led by scientists from Münster University and KIT now succeeded in putting a quantum optical experimental set-up onto a chip. In doing so, they have met one of the requirements for making it possible to use photonic circuits for optical quantum computers.

Optical quantum computers are what people are pinning their hopes on for tomorrow’s computer technology – whether for tap-proof data encryption, ultrafast...

Im Focus: Quantenboost für künstliche Intelligenz

Intelligente Maschinen, die selbständig lernen, gelten als Zukunftstrend. Forscher der Universität Innsbruck und des Joint Quantum Institute in Maryland, USA, loten nun in der Fachzeitschrift Physical Review Letters aus, wie Quantentechnologien dabei helfen können, die Methoden des maschinellen Lernens weiter zu verbessern.

In selbstfahrenden Autos, IBM's Watson oder Google's AlphaGo sind Computerprogramme am Werk, die aus Erfahrungen lernen können. Solche Maschinen werden im Zuge...

Im Focus: Synthese-chemischer Meilenstein: Neues Ferrocenium-Molekül entdeckt

Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben zusammen mit Kollegen der Freien Universität Berlin ein neues Molekül entdeckt: Die Eisenverbindung in der seltenen Oxidationsstufe +4 gehört zu den Ferrocenen und ist äußerst schwierig zu synthetisieren.

Metallocene werden umgangssprachlich auch als Sandwichverbindungen bezeichnet. Sie bestehen aus zwei organischen ringförmigen Verbindungen, den...

Im Focus: Neue Entwicklungen in der Asphären-Messtechnik

Kompetenzzentrum Ultrapräzise Oberflächenbearbeitung (CC UPOB) lädt zum Expertentreffen im März 2017 ein

Ob in Weltraumteleskopen, deren Optiken trotz großer Abmessungen nanometergenau gefertigt sein müssen, in Handykameras oder in Endoskopen − Asphären kommen in...

Im Focus: Mit OLED Mikrodisplays in Datenbrillen zur verbesserten Mensch-Maschine-Interaktion

Das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP arbeitet seit Jahren an verschiedenen Entwicklungen zu OLED-Mikrodisplays, die auf organischen Halbleitern basieren. Durch die Integration einer Bildsensorfunktion direkt im Mikrodisplay, lässt sich u.a. die Augenbewegung in Datenbrillen aufnehmen und zur Steuerung von Display-Inhalten nutzen. Das verbesserte Konzept wird erstmals auf der Augmented World Expo Europe (AWE), vom 18. – 19. Oktober 2016, in Berlin, Stand B25 vorgestellt.

„Augmented Reality“ (erweiterte Realität) und „Wearable Displays“ (tragbare Displays) sind Schlagworte, denen man mittlerweile fast täglich begegnet. Beide...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Laser für Neurochirurgie und Biofabrikation - LaserForum 2016 thematisiert Medizintechnik

27.09.2016 | Veranstaltungen

Ist Vergessen die Zukunft?

27.09.2016 | Veranstaltungen

Von der Probe zum digitalen Modell - MikroskopieTrends ´16

26.09.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Laser für Neurochirurgie und Biofabrikation - LaserForum 2016 thematisiert Medizintechnik

27.09.2016 | Veranstaltungsnachrichten

Prozessintegrierte Prüfung für das ultraschallunterstützte Rührreibschweißen

27.09.2016 | Maschinenbau

IAB-Arbeitsmarktbarometer: weiterhin positiver Ausblick

27.09.2016 | Wirtschaft Finanzen