Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gefäßverkalkung geht dem Schlaganfall voraus

10.05.2001


Das "Schlaganfall-Info-Mobil" ist von Mai bis August 2001 in 40 deutschen Städten unterwegs. Die medizinischen

Untersuchungsgeräte an Bord ermöglichen es dem beratenden Arzt, innerhalb von zehn Minuten das persönliche Schlaganfallrisiko zu ermitteln.

Foto: Bayer AG


Nicht wie der Blitz aus heiterem Himmel

Info-Mobil in 40 deutschen Städten unterwegs

Dramatische Zahlen: Rund 250.000 Menschen erleiden allein in Deutschland jährlich einen Schlaganfall; etwa 100.000 sterben daran. Jeder Dritte trägt an den Folgen eines Schlaganfalls und jeder Fünfte stirbt innerhalb der ersten Wochen.


"Ob Infarkt im Gehirn oder am Herzen – eine Ursache ist fast immer die gleiche: Arteriosklerose, die so genannte Gefäßverkalkung als Folge von Fettstoffwechsel-Störungen", betont Bayer-Mediziner Dr. Franz-Josef Wingen. Durch Ablagerungen (Plaques) werden die Gefäße geschädigt. Reißt dann ein Plaque auf, werden Gerinnungsvorgänge ausgelöst, die das Gefäß schließlich verstopfen.



Die entscheidende Rolle dabei spielen die "guten" (HDL) und "schlechten" (LDL) Cholesterine. Aber wann ist Cholesterin schädlich? Dr. Wingen: "Der LDL-Wert sollte bei Gesunden unter 190 Milligramm Deziliter (Zehntelliter) liegen. Sehr wichtig ist aber das Verhältnis von LDL zu HDL."

Das Ziel lautet stets: Runter mit dem Risiko. Apropos Risiko: Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und Bayer schicken von Mai bis August 2001 ein Info-Mobil durch 40 deutsche Städte. Die medizinischen Untersuchungsgeräte an Bord ermöglichen es dem beratenden Arzt, innerhalb von zehn Minuten das persönliche Schlaganfallrisiko zu ermitteln. Übrigens: Einen entsprechenden Test gibt es auch bei der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Postfach 104, 33311 Gütersloh, Tel. 05241/97700.

Risikofaktoren sind Rauchen, Übergewicht, mangelnde Bewegung und falsche Ernährung. Also: Weg mit dem Glimmstängel, runter mit den Pfunden, her mit dem Grünfutter und rauf aufs Rad. Wingen: "Bewegung und gesunde Ernährung sind die Säulen bei der Vorbeugung. Doch für manche Menschen ist der optimale Cholesterinwert und eine gute Einstellung des Blutdrucks ohne weitere Unterstützung nicht zu erreichen." Hier helfen Medikamente. Der Bayer-Mediziner: "Eine effektive Cholesterinsenkung erreicht man zum Beispiel mit der Gruppe der Statine, denn sie greifen direkt am Ort des Geschehens ein, dort, wo das Cholesterin in der Leber gebildet wird."

In den westlichen Industrienationen führt der Schlaganfall – nach Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (KHK) – am häufigsten zum Tod. Höchste Zeit also, mehr über diese Krankheit und die Möglichkeiten der Behandlung und Vorsorge zu erfahren. Und es gibt einen Hoffnungsschimmer: Jüngste wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass ein von Bayer entwickelter Wirkstoff – neben der cholesterinsenkenden Wirkung – noch weitere positive Einflüsse auf die Verhinderung von Schlaganfällen haben könnte. So bessert die Substanz die durchs Cholesterin gestörte Funktion der Gefäßinnenwand, des so genannten Endothels.

Senkt also der Bayer-Wirkstoff das Schlaganfall-Risiko? Genau dieser Frage geht die RESPECT-Studie der Uni Köln nach. Insgesamt werden 10.000 Patienten aus ganz Europa untersucht.

Übrigens: Infos zum Thema Schlaganfall wie auch die Standorte des Info-Mobils erhalten Sie im Internet unter www.schlaganfallmobil.de

BayNews | BayNews

Weitere Berichte zu: Cholesterin Gefäßverkalkung Schlaganfall

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Schnelltests für genauere Diagnose bei Hirntumoren
17.05.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

nachricht Antibiotikaresistenz – schneller und zuverlässiger Nachweis
14.05.2018 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics