Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Blutdrucksenkendes Pflaster bei Schlaganfällen

02.03.2004


Stickstoffmonoxyd erweitert die Blutgefäße



Ein blutdrucksenkendes Hautpflaster könnte Schlaganfallpatienten Vorteile bringen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Nottingham gekommen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Patienten mit Schluckbeschwerden am meisten profitieren. In Großbritannien erleiden jährlich 140.000 Menschen einen Schlaganfall. Rund 40 Prozent der Betroffenen haben Schwierigkeiten mit dem Schlucken. Das Team plant Versuche mit 500 Patienten und die Veröffentlichung der in verschiedenen Ländern gesammelten Daten übers Internet.



Geschätzte 80 Prozent der Patienten haben Bluthochdruck, der das Risiko eines weiteren Schlaganfalles erhöhen kann. Das Hautpflaster, das normalerweise bei Menschen mit schwerer Angina eingesetzt wird, senkt den Blutdruck durch die Freisetzung von Stickstoffmonoxyd in den Körper. Stickstoffmonoxyd entspannt die Blutgefäße und führt so zu einer Vergrößerung. Der leitende Wissenschaftler Philip Bath erklärte laut BBC, dass diese Wirkung auch bei den Gefäßen im Gehirn erwartet werde.

Frühere Studien hatten gezeigt, dass Stickstoffmonoxyd das Ausmaß und den Schaden eines Schlaganfalles verringern kann, wenn es kurz nach dem Anfall verabreicht wird. Zwei Pilotstudien mit 127 Patienten konnten nachweisen, dass das Pflaster eine blutdrucksenkende Wirkung hat. Bath räumte ein, dass das Senken des Blutdrucks bei diesen Patienten auch nachteilige Auswirkungen haben kann. Ein Schlaganfall störe zeitweilig den Mechanismus, der den Blutfluss im Gehirn kontrolliert. "Es ist möglich, dass die Patienten nach einem Schlaganfall den hohen Blutdruck brauchen, um die Durchblutung aufrecht zu erhalten. Eine Senkung könnte ihren Zustand auch verschlimmern."

Michaela Monschei | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nottingham.ac.uk

Weitere Berichte zu: Blutdruck Schlaganfall Stickstoffmonoxyd

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Die neue Achillesferse von Blutkrebs
22.05.2018 | Ludwig Boltzmann Gesellschaft

nachricht Schnelltests für genauere Diagnose bei Hirntumoren
17.05.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Im Focus: LZH showcases laser material processing of tomorrow at the LASYS 2018

At the LASYS 2018, from June 5th to 7th, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) will be showcasing processes for the laser material processing of tomorrow in hall 4 at stand 4E75. With blown bomb shells the LZH will present first results of a research project on civil security.

At this year's LASYS, the LZH will exhibit light-based processes such as cutting, welding, ablation and structuring as well as additive manufacturing for...

Im Focus: Kosmische Ravioli und Spätzle

Die inneren Monde des Saturns sehen aus wie riesige Ravioli und Spätzle. Das enthüllten Bilder der Raumsonde Cassini. Nun konnten Forscher der Universität Bern erstmals zeigen, wie diese Monde entstanden sind. Die eigenartigen Formen sind eine natürliche Folge von Zusammenstössen zwischen kleinen Monden ähnlicher Grösse, wie Computersimulationen demonstrieren.

Als Martin Rubin, Astrophysiker an der Universität Bern, die Bilder der Saturnmonde Pan und Atlas im Internet sah, war er verblüfft. Die Nahaufnahmen der...

Im Focus: Self-illuminating pixels for a new display generation

There are videos on the internet that can make one marvel at technology. For example, a smartphone is casually bent around the arm or a thin-film display is rolled in all directions and with almost every diameter. From the user's point of view, this looks fantastic. From a professional point of view, however, the question arises: Is that already possible?

At Display Week 2018, scientists from the Fraunhofer Institute for Applied Polymer Research IAP will be demonstrating today’s technological possibilities and...

Im Focus: Raumschrott im Fokus

Das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) hat sein Observatorium in Zimmerwald um zwei zusätzliche Kuppelbauten erweitert sowie eine Kuppel erneuert. Damit stehen nun sechs vollautomatisierte Teleskope zur Himmelsüberwachung zur Verfügung – insbesondere zur Detektion und Katalogisierung von Raumschrott. Unter dem Namen «Swiss Optical Ground Station and Geodynamics Observatory» erhält die Forschungsstation damit eine noch grössere internationale Bedeutung.

Am Nachmittag des 10. Februars 2009 stiess über Sibirien in einer Höhe von rund 800 Kilometern der aktive Telefoniesatellit Iridium 33 mit dem ausgedienten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Mikroskopie der Zukunft

22.05.2018 | Medizintechnik

Designerzellen: Künstliches Enzym kann Genschalter betätigen

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics