Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DNA-Impfstoff wird verzögert freigegeben

16.02.2004


Impfstoff in biologisch abbaubaren Kugeln eingeschlossen



Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen DNA-Impfstoff in biologisch abbaubare Kugeln eingeschlossen. Sie lösen sich erst auf und setzen den Impfstoff frei, wenn sie an ihrem Bestimmungsort wie zum Beispiel den Lymphknoten angelangt sind. Im Fachmagazin Nature Materials schreiben die Forscher, dass dieses Verfahren wirkungsvollere Impfstoffe ermögliche, die Tumore direkt bekämpfen könnten. DNA-Impfstoffe enthalten anstelle eines ganzen Virus Fragmente des genetischen Materials eines Virus oder von Bakterien.

... mehr zu:
»DNA-Impfstoff »Tumorzelle »Virus


Diese Fragmente werden in die menschlichen Zellen eingebracht. Die Zellen nutzen die DNA-Informationen um laufend virusspezifische Chemikalien zu produzieren, die ihrerseits vom Immunsystem erfasst werden. Das MIT-Team suchte nach einer Möglichkeit, die Freisetzung dieser Proteine zu verzögern bis sie bei den Lymphknoten angelangt waren. Sie setzten eine biologisch abbaubare Polymerkugel ein, deren Größe ideal für die Aufnahme durch die dentrischen Zellen ist. Dabei handelt es sich um jene Immunzellen, die eine potenzielle Bedrohung erfassen.

Die dentrischen Zellen umhüllen die Kugeln, die nicht sofort aufbrechen, sondern ihren Inhalt mindestens 24 Stunden lang freisetzen. Die Forscher erwarten sich von dieser Verzögerung eine effizientere Immunreaktion. Sie entwickelten in der Folge laut BBC einen DNA-Impfstoff für eine bestimmte Art von Tumorzellen bei Mäusen. Es zeigte sich, dass dieser Impfstoff das Wachstum von Tumorzellen deutlich besser unterdrücken konnte.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://web.mit.edu
http://www.nature.com/nmat

Weitere Berichte zu: DNA-Impfstoff Tumorzelle Virus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie