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Dänische Studie belegt: Kein Zusammenhang zwischen Mobiltelefonen und Krebs

04.02.2004


Nach ersten Ergebnissen der bislang maßgeblichsten Studie über eine mögliche Verbindung zwischen Mobiltelefonen und Krebs liegt das Krebsrisiko bei Personen, die bereits seit 10 Jahren oder länger ein Mobiltelefon benutzen, nicht höher als bei Kurzzeitnutzern.



Die kürzlich veröffentlichte Untersuchung wurde in Dänemark durchgeführt und ist Teil der von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) koordinierten INTERPHONE-Studie. Es handelt sich um die größte Studie dieser Art, an der fast 8.000 Krebspatienten und 10.000 Probanden aus 13 Ländern in Europa und der ganzen Welt teilnehmen.

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Das INTERPHONE-Projekt zielt darauf ab, definitiv festzustellen, ob die regelmäßige Nutzung von Mobiltelefonen zur Entstehung von bösartigen Hirntumoren führen kann. Diese Studie gilt als richtungsweisend, da sie darauf abzielt, alle Personen, die bestimmte Zieltumoren - im Falle der dänischen Studie das Akustikusneurinom - entwickeln, einzubeziehen und das jeweilige Handynutzungsverhalten zu beurteilen, um eine Verbindung herzustellen.

Die Beurteilung erfolgt vorrangig durch Interviews mit den Patienten, jedoch auch anhand von Daten der Mobilfunkunternehmen und unter Berücksichtigung der technischen Informationen zu den Merkmalen des von der jeweiligen Person benutzten Mobilfunknetzes und Mobiltelefons. Schwerpunktmäßig befassen sich die Studien mit relativ jungen Krebspatienten zwischen 30 und 59 Jahren, da bei diesen die intensivste Mobiltelefonnutzung im letzten Jahrzehnt zu verzeichnen ist.

Nach Anwendung dieser Vorgehensweise kam das dänische Forschungsteam zu folgendem Schluss: "Die Benutzung eines Mobiltelefons über 10 Jahre oder mehr steigerte im Vergleich zu Kurzzeitnutzern nicht das Risiko, an einem Akustikusneurinom zu erkranken. Zudem bildeten sich die Tumoren nicht häufiger auf der Seite des Kopfes, an die das Handy normalerweise gehalten wurde."

"Die Ergebnisse dieser prospektiven, allgemeinen Bevölkerungsstudie, die eine große Zahl von Mobiltelefon-Langzeitnutzern umfasste, sprechen nicht für eine Verbindung zwischen der Benutzung von Mobiltelefonen und dem Risiko eines Akustikusneurinoms", fügte das Team hinzu.

Weitere Ergebnisse aus anderen an der INTERPHONE-Studie beteiligten Ländern werden im Laufe des Jahres 2004 erwartet, so dass mit den ersten allgemeinen Schlussfolgerungen am Jahresende gerechnet wird. Es wird jedoch noch einige Zeit dauern, bis Forscher endgültig sagen können, dass Mobiltelefone kein langfristiges Gesundheitsrisiko darstellen, da es noch nicht genug Personen gibt, die bereits ausreichend lange ein Mobiltelefon benutzen, um einen derartigen Schluss belegen zu können.

| cn

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