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Bewegung gut fürs Gehirn

15.01.2004


Neue Erkenntnisse zur Gehirngesundheit und -leistungsfähigkeit


... publiziert in: Nervenheilkunde 2003; 22: 467-474


Körperliche Aktivität beeinflusst offenbar positiv kognitive Gehirnfunktionen und altersbedingte Rückbildungserscheinungen. Dabei dürfte die zusätzliche regionale Gehirndurchblutung in Verbindung mit dynamischer Arbeit eine vermehrte Produktion von Nervenwachstumsfaktoren auslösen.

Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren einer Publikation zur Bedeutung von körperlicher Aktivität für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Gehirn und Geist, W. Hollmann, H.K. Strüder und C.V.M. Tagarakis, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin bzw. Institut für Individualsport der Deutschen Sporthochschule Köln.


Was für koronare Herzkrankheiten, periphere arterielle Durchblutungsstörungen, Diabetes mellitus, Hypertonie, Adipositas ebenso wie für die Psyche gilt, ist offenbar auch für die Gehirnfunktionen von großer Bedeutung. Wahrscheinlich führt körperliche Aktivität zu einem trainingsbedingten Ökonomisierungsprozess im Gehirn, wie wir ihn im Herz-Kreislaufbereich nach Training kennen. Das Gehirn dürfte somit - ähnlich dem Herzen und der Skelettmuskulatur - bis in ein hohes Alter auf einem hohen Leistungszustand zu halten sein.

Bereits im Vorschulalter können durch koordinative Beanspruchungen bessere intellektuelle Voraussetzungen durch die dadurch ausgelöste vermehrte Synapsenbildung geschaffen werden. Dem Haupt-Charakteristikum eines erkrankten Gehirns, kortikale Atrophie und Abnahme synaptischer Verbindungen, verbunden mit kognitiven Leistungsverlusten, wird dadurch vorgebeugt.

Erste Untersuchungen deuten auch auf einen Zusammenhang zwischen der Alzheimerschen Erkrankung und dem Grad körperlicher Aktivität im Lebensverlauf hin.

Für die Berichterstattung können Sie den Sonderdruck der Publikation aus: Nervenheilkunde 2003; 22: 467-474 bei der DSHS-Pressestelle anfordern.

Sabine Maas | idw

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