Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europaweite Zulassung für Tumorvakzine beantragt

07.01.2004

Als erstes Unternehmen in Europa hat LipoNova noch im Dezember 2003 den Antrag auf europaweite Zulassung eines Tumorimpfstoffs gegen Krebserkrankungen bei der Europäischen Zulassungsbehörde (EMEA) gestellt. Dieses erste Arzneimittel des Biotechnologie-Unternehmens aus Hannover ist speziell für die Behandlung von Nierenzelltumoren entwickelt worden.

Experten betonen den Pioniercharakter des Antrags in Europa, da hierdurch erstmals Rahmenbedingungen für die Zulassung, Vermarktung und rechtliche Bewertung von Tumorimpfstoffen geschaffen werden.

... mehr zu:
»SHS »Tumorimpfstoff »Tumorvakzine

Der aus dem Tumorgewebe des Patienten individuell hergestellte Impfstoff wurde zuvor in einer klinischen Prüfung der Phase-III an 55 Kliniken in Deutschland an über 500 Patienten auf seine Sicherheit und Wirksamkeit getestet und stellt weltweit die erste, nachgewiesen wirksame Tumorvakzine zur adjuvanten Behandlung von Nierenzellkarzinomen dar.

Basierend auf dem bereits 2002 erhaltenen Orphan-Drug-Status für diesen Tumorimpfstoff, dienten die Endergebnisse der Studie LipoNova nun als Grundlage für die Einreichung des Zulassungsdossiers. Der Orphan-Drug-Status sichert LipoNova nach Erhalt der Zulassung eine 6-10-jährige Marktexklusivität in den Mitgliedsstaaten der EU bei der Behandlung nicht-metastasierter Nierenzellkarzinome mit Tumorvakzine. Mit dem Erhalt der Zulassung rechnet LipoNova im zweiten Halbjahr 2004.

Für die adjuvante Therapie des Nierenzellkarzinoms stehen bislang weltweit noch keine wirksamen Arzneimittel zur Verfügung, wodurch der Zulassungsantrag von LipoNova zusätzliches Gewicht erhält. Allein in Deutschland gibt es pro Jahr 14.000 Neuerkrankungen an dieser Krebsart. Der von LipoNova entwickelte Tumorimpfstoff senkt besonders bei Nierentumorerkrankungen mit schlechter Behandlungsprognose deutlich das Wiedererkrankungs- und Metastasierungsrisiko der behandelten Patienten. Die klinischen Daten der Studie wurden erstmals am 06. Oktober 2003 im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie der Fachwelt vorgestellt.

Zur finanziellen Absicherung des Zulassungsprozesses hat LipoNova bereits im April 2003 eine zweite Finanzierungsrunde mit der SHS Gesellschaft für Beteiligungsmanagement mit Sitz in Tübingen und Leipzig abgeschlossen. SHS als erfahrener Kapitalgeber im Bereich der Biotechnologie sei für LipoNova der ideale Partner auf einem herausfordernden Weg, so die Geschäftsführende Gesellschafterin von LipoNova, Dr. med. Claudia Ulbrich.

Um die erfolgreiche europaweite Markteinführung des Tumorimpfstoffs nach Erhalt der Zulassung vorzubereiten, befindet LipoNova sich in weit fortgeschrittenen Kooperationsgesprächen mit mehreren international aufgestellten Pharmaunternehmen. Bereits jetzt bereitet sich LipoNova auch räumlich auf den nach Erhalt der Zulassung erhöhten Bedarf an Produktionskapazitäten und die damit verbundene Erweiterung der Labor- und Büroflächen des Unternehmens vor und setzt somit ein deutlich positives Signal für die Biotechnologie am Standort Hannover. Das Unternehmen plant weiterhin, die Mitarbeiteranzahl von derzeit 22 auf 40 Mitarbeiter zum Jahresende 2004 zu erhöhen.

| LipoNova GmbH
Weitere Informationen:
http://www.innovations-report.de/html/profile/profil-1136.html
http://www.liponova.de/

Weitere Berichte zu: SHS Tumorimpfstoff Tumorvakzine

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?
23.05.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten