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Internationales Team entwickelt Schnelltest für versteckte Krankheit

23.12.2003


Ein Team von internationalen Wissenschaftlern hat einen Schnelltest für Chlamydia entwickelt, eine oft "unsichtbar" sexuell übertragene Krankheit, die die Hauptursache einer vermeidbaren Erblindung bei Neugeborenen in den Entwicklungsländern ist.

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Das internationale Team mit Sitz an der Universität Cambridge im Vereinigten Königreich setzte sich aus zwei französischen, einem belgischen, einem italienischen und vier britischen Forschern zusammen. Sie kombinierten eine Reihe von Disziplinen, wie z.B. Chemie, Biologie, Ingenieurwissenschaften und Werkstoffkunde, und kamen sowohl aus der Industrie als auch von Hochschulen.

Der Test ist sowohl kostengünstiger als auch einfacher als bisherige Diagnosemethoden. Jeder Test würde weniger als 70 Eurocent in den Entwicklungsländern kosten und kann innerhalb von Minuten Ergebnisse liefern. Der "Firstburst"-Messstabtest funktioniert durch die Analyse von Urin oder einem Vaginalabstrich und es wird dafür praktisch keinerlei Ausrüstung benötigt.


"Es ist wichtig, einen schnellen, einfach anzuwendenden Test für Chlamydia zu haben, denn sieben von zehn Frauen, die die Krankheit bekommen, wissen nicht, dass sie sich infiziert haben. Aber sobald die Krankheit diagnostiziert ist, kann sie leicht mit einer Einmalpille behandelt werden", erklärte Dr. Helen Lee, die die Forschungsarbeiten leitete. "Es ist entscheidend, dass der Test sofort durchgeführt werden kann und nicht teuer ist. Wenn man in einem Land lebt, in dem man mehrere Stunden oder sogar einen ganzen Tag zu Fuß gehen muss, um zu einem Arzt zu gelangen, ist es sehr unwahrscheinlich, dass man eine Woche später zurückkommt, um sich die Testergebnisse abzuholen", fügte sie hinzu.

Außer zu Blindheit bei Neugeborenen kann die Krankheit auch zu Unfruchtbarkeit und ektopischen Schwangerschaften führen.

Das Projekt wurde vom britischen Wellcome Trust (einer gemeinnützigen Organisation für biomedizinische Forschung), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und den US-amerikanischen nationalen Gesundheitsinstituten gefördert. Der Wellcome Trust hat auch die Einrichtung eines neuen Unternehmens in den USA finanziert, das den Messstab zunächst in Afrika und Asien vertreiben wird.

| cn
Weitere Informationen:
http://dbs.cordis.lu/cgi-bin/srchidadb?CALLER=NHP_DE_NEWS&ACTION=D&SESSION=&RCN=EN_RCN_ID:21383&TBL=DE_NEWS

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