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Forschung bietet neue Hoffnung für Diabetiker

18.11.2003


Die schätzungsweise 194 Millionen Diabetiker weltweit erhielten Auftrieb am 14. November, dem Weltdiabetestag, an dem Forscher in den USA bekannt gaben, dass sie Typ-1-Diabetes in Mäusen gestoppt und rückgängig gemacht hätten.



Am 13. November hatte die Europäische Kommission angekündigt, dass sie ein mit 11,7 Millionen Euro dotiertes Integriertes Projekt finanzieren werde, das sich mit der Behandlung der Adipositas, einer der Hauptursachen für die häufiger auftretende Typ-2-Diabetes-Form, beschäftigt.

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Typ-1-Diabetiker sind nicht in der Lage, Insulin zu produzieren, und benötigen regelmäßige Injektionen, um zu überleben. Insulin wird normalerweise in der Bauchspeicheldrüse durch Inselzellen produziert, die bei Diabetikern durch das Immunsystem des Körpers zerstört werden. Ohne Insulin sind Typ-1-Diabetiker nicht in der Lage, Zucker in Nährstoffe umzuwandeln, und der Blutzuckerspiegel erhöht sich gefährlich.

Die amerikanischen Wissenschaftler hatten bereits herausgefunden, dass durch die Injektion von Milzzellen aus gesunden Mäusen in Mäuse mit Diabetes deren Immunsysteme umerzogen werden konnten, sodass sie eine Inselzelltransplantation annahmen. Im Rahmen seines jüngsten Versuchs verwendete das Team jedoch einen spezifischen Typ von Milzzellen und war überrascht, als die an Diabetes leidenden Mäuse mit der Insulinproduktion begannen und selbst Inselzellen bildeten.

Dr. David Nathan, Leiter des Diabeteszentrums im Massachusetts General Hospital, wo die Forschungsmaßnahmen durchgeführt wurden, soll sich folgendermaßen geäußert haben: "Diese aufregenden Ergebnisse in einem Mausmodell von Typ-1-Diabetes deuten darauf hin, dass Patienten, die diese Krankheit entwickeln, vor einer weiteren Zerstörung ihrer insulinproduzierenden Zellen bewahrt werden könnten. Darüber hinaus könnte die Krankheit bei Patienten mit einer voll ausgebildeten Diabetes möglicherweise rückgängig gemacht werden."

Parallel zum Weltdiabetestag erfolgte die Ankündigung der Kommission in Bezug auf ihre Einleitung eines auf fünf Jahre angelegten Integrierten Projekts (IP), das sich mit der Adipositas, einer der Hauptursachen einer anderen Form von Diabetes, beschäftigen soll.

Gewichtszunahme kann es dem Körper erschweren, einen normalen, niedrigen Blutzuckerspiegel zu halten. Da das Durchschnittsgewicht der Europäer stetig steigt, werden 24 Partner aus zehn europäischen Ländern im Rahmen des Projekts zusammenarbeiten, um Gehirnvorgänge zu untersuchen, welche mit der Adipositas zusammenhängen.

Es ist bekannt, dass spezifische Hirnregionen eine wichtige Rolle bei der Gewichtsregulierung spielen. Das Team wird die Regelkreise im Gehirn untersuchen, um neue Methoden für die Adipositasbehandlung zu validieren. Das IP wird fortgeschrittene Genomanalysen mit eingehenden Untersuchungen von Probandengruppen und Genforschung am Tiermodell verknüpfen.

EU-Forschungskommissar Philippe Busquin erläuterte: "Die Adipositas ist eine der Hauptursachen von Diabetes. Sie stellt einen der wichtigsten Risikofaktoren dar, und die Gewichtsabnahme verbessert oft auch die Blutzuckerkontrolle, was die Diabetesbehandlung erleichtert. Dieses neue Forschungsprojekt ist ein erstes praktisches Beispiel dafür, wie der Europäische Forschungsraum im Bereich Diabetes wirksam wird."

Weitere Informationen zum vorrangigen Themenbereich der Kommission "Biowissenschaften, Genomik und Biotechnologie im Dienste der Gesundheit" sind abrufbar unter:
http://www.cordis.lu/lifescihealth/home.html

| cn
Weitere Informationen:
http://www.cordis.lu/lifescihealth/home.html
http://dbs.cordis.lu/cgi-bin/srchidadb?CALLER=NHP_DE_NEWS&ACTION=D&SESSION=&RCN=EN_RCN_ID:21200&TBL=DE_NEWS

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