Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltweit zehn Prozent der Medikamente gefälscht

12.11.2003


Viagra gehört zu den Verkaufsschlagern



Der weltweite Einsatz von gefälschten Medikamenten ist deutlich angestiegen, da sie einfach herzustellen und billig zu verkaufen sind. Aus diesem Grund hat die WHO eine Kampagne gegen den Einsatz derartiger Medikamente gestartet, die schädlich und fallweise sogar tödlich sein können. Die WHO schätzt, dass bis zu 25 Prozent der Medikamente, die in Entwicklungsländern eingenommen werden, entweder gefälscht sind oder nicht dem medizinischen Standard entsprechen. Diese Medikamente werden laut BBC vielfach zur Behandlung von Erkrankungen wie Malaria, Tuberkulose und Aids eingesetzt.

... mehr zu:
»Entwicklungsland


Das Problem ist laut WHO auch in reicheren Ländern weit verbreitet. Zu den am besten verkauften Fälschungen gehört Viagra, das einfach über das Internet bezogen werden kann. Die US Food and Drug Administration schätzt, dass Fälschungen mehr als zehn Prozent des weltweiten Medizinmarktes ausmachen und für jährliche Umsätze in der Höhe von mehr als 32 Mrd. Dollar sorgen. Eine WHO-Studie für den Zeitraum Januar 1999 bis Oktober 2000 ergab, dass 60 Prozent der Fälle in Entwicklungsländern zu verzeichnen sind.

WHO-Sprecherin Daniela Bagozzi macht für das weltweite Ansteigen dieses Problems die fallenden Handelsschranken verantwortlich. Sie betont, wie einfach es sei, Imitationen herzustellen. In einigen Fällen wurde einfach Mehl in Kapseln abgefüllt und verkauft. Die Gesundheitsorganisation geht davon aus, dass die Herstellung vorwiegend in Heimarbeit geschieht. Der Großteil der Produktion finde eher in Hinterhöfen als in großen Lagerhäusern statt. Die extreme Ausbreitung des Problems sei teilweise auf das Fehlen einer entsprechenden Gesetzgebung in vielen Ländern zurückzuführen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.who.int/en
http://www.bbc.co.uk
http://www.fda.gov

Weitere Berichte zu: Entwicklungsland

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Speicherdauer von Qubits für Quantencomputer weiter verbessert

09.12.2016 | Physik Astronomie