Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovation in der Röntgendiagnostik

15.10.2003


Ganzkörper-Gesundheits-Check: Innovation in der Röntgendiagnostik der Radiologischen Klinik Freiburg



Wer über seine Gesundheit genau Bescheid wissen will, schaut beim Uniklinikum Freiburg zukünftig nicht in die Röhre - er legt sich vielmehr in die Röhre. Die Abteilung Röntgendiagnostik der Radiologischen Klinik am Universitätsklinikum Freiburg verfügt seit kurzem über einen neuen Ganzkörper-Computertomogra-phen (CT) und über die Möglichkeiten der Ganzkörperkernspin-tomographie (MRT). Gerät und Verfahren wurden heute in einer Pressekonferenz den Medien vorgestellt.



Eine Besonderheit dieser neuesten CT-Generation sind Unter-suchungszeiten von weit unterhalb einer Sekunde pro Einzel-schicht. Dies und die Aufrüstung der völlig strahlungsfreien Kernspintomographie zur Ganzkörperuntersuchung eröffnen allen Interessierten und Patienten für die individuelle Gesund-heitsvorsorge, aber auch für die Tumor - Vor- und Nachsorge, völlig neue Möglichkeiten.

Die Kernspintomographie ist ein bildgebendes Verfahren ohne den Einsatz von Röntgenstrahlen. Die Entwicklung der Kernspintomographie wurde mit dem diesjährigen Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Die Ganzkörperkernspintomographie stellt eine bisher nur an wenigen Stellen mögliche Weiterentwicklung dieser Untersuchungsmethodik dar. Bisher wurden einzelne Körperabschnitte untersucht, eine Gesamtkörperuntersuchung war durch technische Beschränkungen nicht möglich.

Durch Innovation ist es nunmehr möglich, von der Schädelbasis bis in den Bereich der Unterschenkel in einem Untersuchungsgang den gesamten Körper abzubilden. Die Untersuchungszeit von ca. 20 Min. ist für jeden Patienten oder Gesundheitsinteressierten gut tolerabel.

Mit der Ganzkörperkernspintomographie können krankhaften Veränderungen des Lymphsystems und insbesondere der Lymphknoten nachgewiesen bzw. ausgeschlossen werden.
Auch Erkrankungen des Skelettsystems, insbesondere entzündliche Veränderungen, Tumorabsiedlungen, aber auch Traumafolgen können erkannt werden.

Die Technik hilft bei der Suche nach unbekannten Tumoren im Bereich des Halses, des Brustraumes und der Extremitäten sowie der Organe des Oberbauches, Leber, Milz und Nieren.

Das Verfahren ist derzeit nicht geeignet, um im gleichen Unter-suchungsgang den Magen-Darm-Trakt zu untersuchen. Hierfür sind spezielle Untersuchungssequenzen erforderlich.

Kontakt:

Prof. Dr. Mathias Langer
Direktor der Abteilung Röntgendiagnostik
Universitätsklinikum Freiburg
Hugstetter Str. 55, 79106 Freiburg
Tel.: 0761 - 270 3806
Mail: langer@mrs1.ukl.uni-freiburg.de

Rudolf-Werner Dreier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-freiburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz gegen Gastritis
10.08.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Wenn Schimmelpilze das Auge zerstören
10.08.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie