Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verfahren zur Regeneration von Knochengewebe

26.09.2003


In enger Zusammenarbeit von in der Forschung und in der Klinik tätigen Wissenschaftlern sollen jetzt an der Universität Leipzig neue Verfahren zur Gewebe-Regeneration erprobt werden. Im konkreten Fall handelt es sich um in vivo aus körpereigenen Zellen gezüchteten Knochenersatz.



Die Professoren Augustinus Bader, Professor für Stammzellbiologie und Zelltechniken am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum und Georg Freiherr von Salis-Soglio, Direktor der Orthopädische Klinik und Poliklinik der Universität Leipzig, wollen in einem interdisziplinären Forschungsprojekt neue Technologien für die Herstellung individueller Implantate in der Medizin entwickeln.



Die Verfahren der regenerativen Medizin zielen darauf ab, mit körpereigenen Zellen ein patientenspezifisches Ersatzgewebe zu entwickeln. Diese stehen anschließend dem Patienten als regenerationsfähige Implantate zur Verfügung.

Bei den in den Verfahren verwandten körpereigenen Zellen handelt es sich ausschließlich um körpereigene Vorläuferzellen. Diese werden aus Blut, Knochenmark, Fettgewebe oder dem entsprechenden Organgewebe entnommen. Im Fall von Knochenersatz werden diese Zellen auf mineralischen Materialien vermehrt. Bei diesem Verfahren der Universität Leipzig werden embryonale Zellen nicht benötigt. Die Zellen des Patienten behalten auch vollständig ihre eigene genetische Identität.

Neben den Entwicklungen im Bereich des körpereigenen Knochengewebe entwickelt das Team um Professor Bader weiterhin Verfahren im Bereich von Knorpelgewebe, Gefäßen Leber, Haut und Nerven. Zukünftig wird die Professur Zelltechniken und angewandte Stammzellbiologie die Funktion eines Kompetenzzentrums für diese Verfahren der regenerativen Medizin einnehmen.

Mit der regenerativen Medizin sollen im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren folgende Vorteile realisiert werden:

- Reduzierung des Bedarfs an Operationen
- Beschleunigte Regeneration
- Beschleunigte Heilung
- Verbesserung der Lebensqualität der Patienten durch Wiederherstellung eigener Gewebe
- Kostenreduzierung im Gesundheitswesen

Es ist auch geplant, dass das Krankenhaus Anhalt-Zerbst gGmbH, dessen Richtfest am 26. September 2003 stattfindet, als einer der ersten externen Partner in die Entwicklungen der Universität Leipzig im Bereich der Regeneration körpereigenen Knochens einbezogen wird. Ein Kooperatinsvertrag befindet sich in Vorbereitung.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Augustinus Bader, Tel. 0341 - 9731350, bader@medizin.uni-leipzig.de

Dr. Bärbel Adams | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de/~bader

Weitere Berichte zu: Knochengewebe Stammzellbiologie Zelltechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt
22.02.2017 | Klinikum der Universität München

nachricht Neue Risikofaktoren für Angsterkrankungen
22.02.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften