Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Menschliche Ex-vivo-Immunreaktionen

24.09.2003


Neugeborene sind in den ersten Wochen nach der Geburt wegen der beeinträchtigten Reaktion ihres Immunsystems anfällig für Infektionen. NEOVAC, ein Projekt der EU, soll die immunologischen Faktoren erhellen, die zu dieser hohen Anfälligkeit für Infektionskrankheiten führen.

... mehr zu:
»Immunreaktion »Immunsystem »NEOVAC

Bis heute ist nicht genau bekannt, wie sich das Immunsystem von Neugeborenen entwickelt. Obwohl sich die an der Immunreaktion beteiligten Zellen bereits in der dritten Schwangerschaftswoche zu entwickeln beginnen, ist das Immunsystem des Neugeborenen bei der Geburt noch nicht ausgebildet. Dies ist direkt mit der eingeschränkten Funktion oder mit Unzulänglichkeiten der Immunsystem-Komponenten korreliert.

Das Immunsystem des Neugeborenen ist nur in begrenztem Umfang in der Lage, auf das Eindringen sowie auf Infektionen pathogener Mikroorganismen zu reagieren. In einer Welt, in der es von Mikroorganismen nur so wimmelt, sind Kleinkinder daher einem erheblichen Risiko von bakteriellem Befall und systemischen Infektionen ausgesetzt. Derzeit laufen Forschungsarbeiten, die zu einem Verständnis führen sollen, welche Rolle die mütterlichen Antikörper in der eingeschränkten Reaktion des eigenen Immunsystems des Neugeborenen spielen. Darüber hinaus werden die Rolle und das Verhalten von Lymphozyten (hierzu zählen T-Zellen, B-Zellen und natürliche Killerzellen) erforscht.


Im EU-Projekt NEOVAC wurden Studien hauptsächlich zur Reifung der menschlichen Immunreaktionen im frühkindlichen Stadium sowie Tierversuche durchgeführt, um zu einem Verständnis für vakzininduzierte Reaktionen in der frühesten Kindheit zu gelangen. Dazu wurden in erster Linie Ex-vivo-Techniken und Modellsysteme als Hilfsmittel zur Untersuchung der immunologischen Wirksamkeit eines neuartigen Impfstoffes vor dessen Verabreichung an Menschen eingesetzt.

Im Einzelnen wurde ein Ex-vivo-Analysesystem getestet und validiert, wobei antigenbeladene neonatale dendritische Zellen (DCs) und autologe naive CD4-T-Zellen verwendet wurden. Dendritische Zellen (DCs) sind aus dem Knochenmark abgeleitete Leukozyten, die für die Auslösung der Immunreaktion verantwortlich sind. Die bei diesen Forschungen gewonnen Daten lassen darauf schließen, dass die menschlichen neonatalen CD4-T-Zellen in der Lage sind, auf eine antigene Stimulation zu reagieren, nachdem sie selbst durch dendritische Zellen stimuliert wurden. Im Zuge der weiteren Forschung soll ein relevantes DC-Reifungsadjuvans entwickelt werden, das die Entwicklung von kommerziell verwertbaren Impfstoffen ermöglicht.

Kontakt:

University College Dublin
Prof. Denis Reen
Dept of Paediatrics, UCD, Children’s Research Centre
Our Lady’s Hospital. Crumlin
12 Dublin, Ireland
Tel: +353-1-4096584
Fax: +353-1-4550201
Email: denis.reen@ucd.ie

| ctm
Weitere Informationen:
http://www.ucd.ie

Weitere Berichte zu: Immunreaktion Immunsystem NEOVAC

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt
18.10.2017 | Universität Bern

nachricht Aromatherapie bei COPD
12.05.2015 | Airnergy AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik

IVAM-Produktmarkt „High-tech for Medical Devices“ auf der COMPAMED 2017

18.10.2017 | Messenachrichten