Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Implantieren von Seeds bei neuer Krebsbehandlung

16.09.2003


Karzinogene Tumore werden gewöhnlich chirurgisch entfernt oder mit chemo- und radiotherapeutischen Methoden behandelt, die aber sehr arbeitsintensiv und damit kostspielig sind. Daher leidet zwangsläufig die Qualität der medizinischen Betreuung, da sowohl die Ärzte als auch das Gesundheitssystem als Ganzes durch die Patienten und die Kosten an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen.


Glücklicherweise steht inzwischen mit der neuen, fortschrittlichen Brachytherapie - einer zugleich langfristigeren und gezielteren Form der Strahlentherapiebehandlung - jetzt ein Hilfsmittel zur Verfügung, mit dem sich auf minimalinvasivem Wege eine bessere und kostengünstige Tumorbehandlung bewerkstelligen lässt. Bei der Behandlung einiger Tumorarten kann das neue Brachytherapiesystem für Patienten und Ärzte gleichermaßen von Nutzen sein. Da es der gesamten medizinischen Bildverarbeitung Fortschritte bringt, könnte es aber auch in anderen Bereichen der medizinischen Praxis vorteilhaft anwendbar sein.

Bei der Brachytherapie werden radioaktive Strahlungsquellen in den menschlichen Körper eingebracht, du zwar entweder in den Tumor selbst oder in dessen Nähe bzw. um den Tumor herum. Im MITTUG-Projekt wurden zwei Varianten der Brachytherapie entwickelt, und zwar die auf Seeds, also auf Radioisotopen-Präparaten basierende Behandlung und die Kathetervariante. Die Seeds werden implantiert, wenn eine dauerhaftere Form der Behandlung erforderlich ist. Bei dieser Entwicklung geht es jedoch um weitaus mehr als um Seeds und Katheter: Das gesamte Verfahren funktioniert minimalinvasiv, basiert auf modernsten Visualisierungstechnologien und gestattet daher eine gezieltere und direktere Behandlung, was wiederum die Durchführung einer besseren Therapie erleichtert.


Die Innovation, die dieser Behandlungsmethode zugrunde liegt, besteht im Einbringen von Seeds und Kathetern mit Unterstützung durch ein bildgebendes 3D-Ultraschallsystem. Dies ermöglicht eine wesentlich präziseren Behandlung, da das System ein ausgeprägteres und definierteres Strahlungsmuster erzeugt, ohne dass dafür eine computergestützte Axialtomografie oder Röntgenaufnahmen benötigt werden. Hinzu kommt, dass den Ärzten jetzt ein Hilfsmittel zur Verfügung steht, das ihnen die Positionierung während der Behandlung selbst visualisiert, was die Implantation optimiert und die Notwendigkeit einer Abtastung nach der Behandlung verringert.

Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal dieser Entwicklung ist das inverse Planungssystem, mit dessen Hilfe der Arzt die minimale Zahl der benötigten Seeds sowie ihre optimale Positionierung berechnen kann. Ein Nadel-Navigationssystem bietet dem Arzt zudem erstmals die Möglichkeit, die vorgenommenen Positionierungen in Echtzeit visuell zu verfolgen. Das System ist außerdem telematikfähig und gestattet den Spezialisten somit eine Online-Kommunikation vor, nach und sogar während der Behandlung.

Dieses umfassende System überzeugt nicht nur durch exzellente Leistungen sowohl für Ärzte als auch für Patienten, sondern stellt auch eine höchst kosteneffektive Alternative gegenüber bisherigen Verfahren dar. Darüber hinaus können viele Systemmerkmale entweder separat genutzt oder zur Erhöhung ihrer Leistungsfähigkeit in andere Systeme integriert werden.

Kontakt:


Nucletron Bv
Waardgelder 1, PO Box 930
3905 TH Veenendaal, Niederlande
Tel: +31-31-8557150
Fax: +31-31-8557270
Email: ais@nuclint.nl

Arnold Immens | ctm
Weitere Informationen:
http://www.nuclint.nl

Weitere Berichte zu: Brachytherapie Krebsbehandlung Seed

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

nachricht MRT-Kontrastmittel: Neue Studie spricht für Sicherheit
17.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie