Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Behandlungsmöglichkeiten bei Diabetes-Füßen

16.09.2003


Patienten, die an Typ-2-Diabetes leiden, haben kein Gefühl in den unteren Extremitäten und mussten deshalb bislang mit dem Risiko leben, dass eines Tages eine Fußamputation notwendig wird. Glücklicherweise können diese Personen jetzt ein normales Leben führen, ohne eine Verschlechterung des Zustands ihrer Füße befürchten zu müssen. Möglich wird dies durch ein innovatives System, das ständig ihre Füße überwacht und die gemessenen Daten an die betreuende medizinische Einrichtung zur Auswertung übermittelt.



Patienten, die unter Diabetes Mellitus leiden, haben kein Schmerzempfinden in ihren Füßen, was zum Entstehen von Geschwüren führen und im schlimmsten Fall eine Amputation erforderlich machen kann. Die einzige Chance, diesen Fall zu vermeiden, besteht in einer kontinuierlichen medizinischen Überwachung. Da dies nicht möglich ist, müssen sich diese Patienten alle zwei Monate ins Krankenhaus begeben, um ihre Füße untersuchen zu lassen. In vielen Fällen jedoch kann die Zeitspanne zwischen zwei Besuchen entscheidend sein, wenn man bedenkt, dass das Fortschreiten der Krankheit irreversibel sein kann.

... mehr zu:
»Amputation


Im Projekt DIAFOOD gelang die Entwicklung eines Geräts, das ständig den Zustand der Füße überwacht, die gemessenen Daten speichert und diese anschließend an ein medizinisches Zentrum übermittelt. Dazu wurde ein nichtinvasives Sensorsystem, das die Feuchtigkeit, den Druck und die Temperatur der Füße überwacht, in eine Schuheinlage integriert, die der Patient in den Schuhen trägt. Die von den Sensoren gelieferten Daten werden in einem leichten, tragbaren Datenlogger gespeichert. Diese Daten werden dann über einen PC oder ein Mobiltelefon zu einer Zentralstation übertragen und können danach im medizinischen Zentrum von den Spezialisten ausgewertet werden. Das System bietet den Patienten die Möglichkeit, ein ganz normales Leben zu führen, ohne eine Amputation befürchten zu müssen.

Man kann erwarten, dass das Gerät die Amputationsrate um rund 20% senken wird. Außerdem wird das Gerät auch kontinuierlich die Kosten für Amputationen, Prothesen sowie Rehabilitations- und andere Krankenhausbehandlungen senken, die sich durchschnittlich auf 50.000 bis 80.000 Euro pro Fall belaufen.

Kontakt:

Prof. Enrique Montiel Parreno
Instituto Espanol del Calzado y Conexas - INESCOP
Poligono Industrial Campo Alto
03600 Elda, Spanien
Tel: +34-96-5395213
Fax: +34-96-5381045
Email: emontiel@inescop.es

Prof. Enrique Montiel Parreno | INESCOP
Weitere Informationen:
http://www.diafoot.com

Weitere Berichte zu: Amputation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Schwere Infektionen bei Kindern auch in der Schweiz verbreitet
26.07.2017 | Universitätsspital Bern

nachricht Neue statistische Verfahren zur Überprüfung von Arzneimittel-Generika
25.07.2017 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Biomarker zeigen Aggressivität des Tumors an

26.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Schwere Infektionen bei Kindern auch in der Schweiz verbreitet

26.07.2017 | Medizin Gesundheit

Seltener Weizenfund in bronzezeitlicher Lunch-Box aus dem Schweizer Hochgebirge

26.07.2017 | Geowissenschaften