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Polymerträger für Hautdefekte

09.09.2003


Hautzellen, die auf einer Polymerträgeroberfläche kultiviert werden, werden auf die defekte Hautregion aufgebracht und beschleunigen dort den Heilungsprozess, indem sie Zellen bilden und die passende Umgebung für die Produktion von Wachstumsfaktoren schaffen.



Die Haut gehört zu den wichtigsten Schutzmechanismen des Körpers. Sie bildet die physikalische Barriere, die den Körper gegen viele Infektionsfaktoren schützt. Aus diesem Grund ist die schnelle Heilung von Hautverletzungen von großer Bedeutung für die Behandlung der Patienten. Bei schweren oder ernsthaften Hautverletzungen allerdings wirken die physikalischen Heilungsmechanismen nicht so schnell oder so nachhaltig, wie dies nötig wäre, und dies macht Hauttransplantationen erforderlich.

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»Hautdefekt »Hautzelle


Ein tschechisches Forschungsinstitut hat sich deshalb jetzt intensiv mit der Behandlung solcher umfangreichen Hautdefekte beschäftigt. Dazu entwickelten die Forscher eine innovative Technik zur Transplantation von kultiviertem Hautzellen. Dabei werden zunächst Hautzellen auf der Oberfläche eines Polymerträgers kultiviert, der ein exzellentes Medium zur Zellkultivierung darstellt. Dieser Träger wird anschließend auf die infizierten Hautpartien aufgebracht, wo die Hautzellen allmählich vom Träger auf die Wunde übergehen und diese kolonisieren. Diese Kolonisation versorgt nicht nur die Verletzung mit Hautzellen, sondern produziert auch Wachstumsfaktoren, die das Wachstum von Hautzellen auslösen und somit den Heilungsvorgang beschleunigen.

Die Hauptvorteile dieser Technik liegen in dem Polymermaterial, das für den Träger verwendet werden. Dabei handelt es sich um ein Material, das schon seit Jahrzehnten für andere medizinische Zwecke in Gebrauch ist, ohne dass jemals über schädliche Nebenwirkungen berichtet worden wäre. Darüber hinaus stellt das Material nicht nur ein perfekten Kultivierungsmedium für die Hautzellen während der Startphase dar, sondern versorgt sie auch mit Nährstoffen und schützt sie gegen Infektionen.

Diese Technik befindet sich noch in der Phase der klinischen Erprobung und Analyse. Das Forschungsteam strebt Kooperationsabkommen mit Partnern an, die an der klinischen Auswertung des Verfahrens interessiert sind.

Kontakt:

Klara Cerna
Technology Centre AS CR
Rozvojova 135, 165 02 Prague 6
Czech Republic
Tel: +420-2-203-90-722
Fax: +420-2-209-22-698
Email: cerna@tc.cas.cz

Klara Cerna | ctm
Weitere Informationen:
http://www.tc.cas.cz

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