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Schlaganfall: Neue Therapieoptionen verbessern die Heilungs-Chancen

26.08.2003


Die Schlaganfalltherapie zeigt erhebliche Fortschritte: Denn die systemische Thrombolyse wurde in den meisten neurologischen Kliniken etabliert und mit zunehmender Erfahrung und der Anwendung des "Schlaganfall-MRT" sinkt auch die Komplikationsrate dieser Therapie. Akute Schlaganfallpatienten haben erstmals die Chance, dass sich Ihre schweren neurologischen Ausfall-Erscheinungen innerhalb kurzer Zeit vollkommen zurückbilden. Diese und zahlreiche andere aktuelle Entwicklungen in der Neurologie thematisiert die 76. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie vom 3. bis 6. September 2003 im CCH-Congress Centrum Hamburg.

Die Therapie mit einem hochwirksamen Thrombolytikum weist Risiken auf: Bei sieben Prozent der Patienten muss mit Blutungskomplikationen gerechnet werden. Wie Dr. Heuschmann, Münster, kürzlich zeigte, ist die Komplikationsrate abhängig von der Erfahrung des Schlaganfallzentrums: Werden weniger als fünf Patienten im Jahr behandelt, so steigt die Komplikationsrate stark an. Mögliche Konsequenz dieser Erkenntnis ist eine stärkere Konzentration von akuten Schlaganfallpatienten in übergeordneten Zerebrovaskulären Zentren mit Lyse-Erfahrung.

Die Arbeitsgruppe von Prof. Joachim Röther am UKE in Hamburg beschäftigt sich intensiv mit der Selektion der geeigneten Patienten für die Thrombolyse. Die Anwendung des "Schlaganfall-MRT" ermöglicht die Definition von Risikogewebe, also Gewebe mit günstigen Voraussetzungen für eine komplette Erholung vom Schlaganfall im Falle eines raschen Ansprechens auf die Thrombolyse. Die Durchführung einer sehr wirksamen aber auch risikobehafteten Therapie kann somit auf Patienten beschränkt werden, die auch mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon profitieren werden.

Ein weiterer großer Vorteil des Schlaganfall-MRT ist die Möglichkeit, das enge therapeutische Zeitfenster über die strikte Drei-Stunden-Zeitgrenze hinaus zu erweitern. "Auch wenn die Durchführung des Schlaganfall-MRT in der akuten Phase aufwändiger als eine Computertomographie ist und zurzeit nur von Schlaganfallzentren angewandt wird, ist zu erwarten, dass das MRT an Bedeutung gewinnen wird, da künftig neue Thrombolytika mit spezifischer Bindung an den Thrombus sogar eine Lyse bis zu neun Stunden nach Symptombeginn zulassen werden", so Prof. Röther.



Pressekontakt:

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Andrea Heyden,
CCH-Pressesprecherin,
Telefon: 040/3569-2446

Fax: 040/3569-2459
e-mail: andrea.heyden@cch.de

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