Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chronische Magen-Darm-Erkrankungen: Chance durch neuen Bluttest

29.07.2003



Entlarvung unverträglicher Lebensmittel - Ernährungsumstellung dank individuellem Immunprofil


Ungeklärte Durchfälle, Blähungen, Völlegefühl bis hin zu den chronisch-entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa: Viele leiden jahrelang daran, ohne dass die Schulmedizin helfen kann. Immer mehr setzt sich bei Wissenschaftlern die Erkenntnis durch, dass die Betroffenen ständig Lebensmittel zu sich nehmen, die sie eigentlich nicht vertragen. Ein neuer Bluttest schafft Abhilfe: ImuPro 300 entdeckt genau diejenigen Nahrungsmittel, gegen die eine Unverträglichkeit besteht. Der Patient erhält so sein persönliches Immunprofil. Auf ungefähr 300 Nahrungsmittel wird das Blut untersucht – dies gibt es nur einmal in Deutschland.

Schuld an den Problemen mit Magen und Darm sind chronische Entzündungen, die das Körper-Gewebe angreifen. Doch warum spielt das Immunsystem verrückt – schützt es uns doch normalerweise ideal vor Bakterien, Viren oder Parasiten? So werden Kinder mit abgeschwächten Masern-Viren geimpft, damit der Körper Abwehrstoffe bildet. Diese Antikörper fangen die echten Masern-Erreger bei einer Infektion ab und verhindern so einen Ausbruch der Krankheit. Die gleiche Reaktion läuft ab, wenn Antikörper gegen Nahrungsmittel vorhanden sind: Der Körper sieht die Tomate plötzlich als Fremdkörper an und löst jedes Mal nach dem Verzehr eine Immunreaktion aus.


Allerdings sind Kontakte mit Masernerregern eher selten, Nahrungsmittel sind dagegen tägliche Begleiter. Und hier liegt das Problem: Immunreaktionen enden damit, dass bestimmte Stoffe ausgeschüttet werden, die den „Eindringling“ auflösen. Diese Stoffe beschädigen allerdings auch körpereigenes Gewebe. Da dieser Prozess immer abläuft, wenn etwa die Tomate zur Lieblingsspeise des Patienten zählt, entzündet sich das Gewebe von Magen und Darm chronisch.

Wie funktioniert ImuPro 300?

Zunächst nimmt der Arzt oder der Heilpraktiker Blut ab, um es in ein spezielles Labor zu schicken. Dort wird analysiert, ob spezifische Antikörper gegen Nahrungsmittel im Blut vorhanden sind. Im persönlichen Immunprofil sind nicht nur exakt die unverträglichen Lebensmittel aufgelistet, es erfolgt zudem eine Einteilung in Reaktionsstufen von eins bis vier. Das Ernährungsprinzip ist einfach: Je höher die Reaktionsstufe, desto länger gilt es, Tomatensauce und Co. zu meiden.

Nach acht Wochen Ernährungsumstellung verschwand bzw. verbesserte sich das Völlegefühl bei 94,5 Prozent der Patienten, bei 90,4 Prozent die Blähungen. 89,8 Prozent hatten kein bzw. kaum Durchfall mehr, die Verstopfung war für 98,7 Prozent kein Problem mehr. Dieses vorläufige Ergebnis einer Anwendungs-Beobachtungs-Studie zeigt, das ImuPro 300 hilft – nicht nur bei Magen-Darm-Erkrankungen. Denn im Körper läuft bei einer Lebensmittel-Unverträglichkeit prinzipiell überall das Gleiche ab. So setzen Ärzte und Heilpraktiker das System auch bei weiteren chronischen Erkrankungen wie Übergewicht, chronisches Müdigkeitssyndrom, Diabetes, Fibromyalgie, rheumatischen Erkrankungen, Gelenkbeschwerden, Neurodermitis und Schuppenflechte ein.

Dorothea Küsters | Life Science Communications
Weitere Informationen:
http://www.imupro.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie