Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF fördert neues Diagnoseinstrument für optimales Hörgerät

11.07.2003


Experten bewerten Arbeit der Kompetenzzentren für die Medizintechnik positiv



Mit einem neuartigen Diagnoseinstrument können Hörgeräte optimal auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt werden. Dies ermöglichen die so genannten Oldenburger Messprogramme, die das Oldenburger Kompetenzzentrum für die Medizintechnik "HörTech" mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt hat. "HörTech" wurde gemeinsam mit sieben weiteren Kompetenzzentren für die Medizintechnik des BMBF von einem internationalen Expertengremium evaluiert, teilte das Ministerium am Freitag in Berlin mit. Das BMBF fördert die Zentren bis zum Jahr 2005 mit insgesamt 30 Millionen Euro.



Die Oldenburger Arbeit ist auch ein Beispiel für die gelungene Umsetzung wissenschaftlicher Leistungen in ein marktfähiges Produkt. Dabei werden verschiedene audiologische Diagnoseverfahren zusammengeführt, um schneller und sicherer das richtige Hörgerät empfehlen zu können. Bislang erhalten schwerhörige Menschen oft die falschen Geräte. Nach Schätzungen benutzt deswegen in Deutschland nur jeder zweite der 2,5 Millionen Besitzer sein Hörgerät auch wirklich.

Ein gesundes Ohr kann unterscheiden, ob heißer oder kalter Kaffee in eine Tasse gegossen wird. Außerdem ist es in der Lage, beispielsweise auf einer Party unerwünschte Geräusche in den Hintergrund zu setzen, so dass man sich auf die Worte des Gegenüber konzentrieren kann. Moderne Hörgeräte haben auf diesem Gebiet in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Da jedoch jeder schwerhörige Mensch andere Hörprobleme hat, ist es wichtig, dass das Hörgerät individuell abgestimmt wird. Mit den Oldenburger Messprogrammen können Audiologen in Klinik und Praxis neue Verfahren der Hördiagnostik in einem flexiblen und modularen System praktisch anwenden. Die Spanne reicht von psychoakustischen Tests über moderne Testverfahren des Gehörs in Ruhe und Störgeräusch bis hin zur Erfassung der subjektiven Hör-Beeinträchtigung durch eine Hörstörung. Ein solches Instrument, das die modernsten audiologischen Messverfahren integriert, ist derzeit weltweit konkurrenzlos. Die Vermarktung an Kliniken und Hörgeräte-Hersteller läuft bereits erfolgreich In diesem Jahr wird auch die Vermarktung in Arztpraxen anlaufen.


Weitere Informationen:
Dr. Peter Buch
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Projektträger im DLR Gesundheitsforschung
Tel: 02 28 / 38 21-1 29
E- Mail: peter.buch@dlr.de
www.gesundheitsforschung-bmbf.de


Weitere Informationen finden Sie im WWW:


Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.kompetenznetze.de
http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de

Weitere Berichte zu: Hörgerät Luft- und Raumfahrt Medizintechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

nachricht Tropenviren bald auch in Europa? Bayreuther Forscher untersuchen Folgen des Klimawandels
21.06.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften