Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Blut für die Narben am Herzen

25.06.2003


Bei einem Herzinfarkt stirbt immer Herzgewebe ab. Es bildet sich dann eine Narbe, die unterschiedlich gut verheilt. Oft ist sie dafür verantwortlich, dass sich das Herz im Laufe der Jahre nach dem Infarkt vergrößert und dass eine Herzschwäche entsteht, die so genannte Herzinsuffizienz. Dies zu verhindern ist das Ziel von Dr. Christiane Waller von der Medizinischen Klinik der Uni Würzburg.


Diese NMR-Bilder zeigen Querschnitte durch den Brustkorb einer gesunden Ratte (rechts) und einer Ratte, die zuvor einen Herzinfarkt erlitten hat. Bei letzterer ist die Narbe als Ausdünnung in der Vorderwand des Herzens zu erkennen. Bilder: Waller



Die Wissenschaftlerin untersucht im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts, wie sich die Durchblutung der Narbe nach einem Infarkt entwickelt. "Eine solche Narbe ist kein für immer totes Gewebe, sondern verändert sich mit der Zeit", erklärt Dr. Waller. Darum lohne sich der Versuch, die Narbendurchblutung mit Hilfe von Wachstumsfaktoren zu verbessern. Dies begünstige die Heilung der Narbe und könne letzten Endes die Entwicklung einer Herzinsuffizienz verlangsamen oder in manchen Fällen sogar verhindern.

... mehr zu:
»Herzinsuffizienz »Infarkt


Wundheilungsprozesse gehen immer mit der Neubildung von winzigen Blutgefäßen einher, den so genannten Mikrogefäßen. Doch bis heute ist wenig darüber bekannt, welche Mechanismen zu dieser gesteigerten Gefäßversorgung führen und welche Bedeutung das starke Wachstum neuer Gefäße für die Wundheilung hat. Auch diese Fragen will die Würzburger Medizinerin klären.

Allerdings gibt es bislang nur wenige Methoden, mit denen die Durchblutung in den Mikrogefäßen am schlagenden Herzen von Mensch und Tier sichtbar gemacht werden kann. Eine davon ist die Bildgebung durch Kernspintomographie. Mit dieser Technik beschäftigt sich Dr. Waller schon seit Jahren. Sie hat in Zusammenarbeit mit Physikern und Medizinern von der Uni Würzburg Methoden entwickelt, mit denen sich die Mikrogefäßdurchblutung am Herzen von Kleintieren messen lässt. Die Idee zu dem jetzigen DFG-Projekt entstand aus Vorarbeiten, an denen Dr. Waller im Würzburger Sonderforschungsbereich 355 "Pathophysiologie der Herzinsuffizienz" beteiligt war.

Weitere Informationen:

Dr. Christiane Waller
Telefon: 0931 - 888-5861
Fax: 0931 - 888-5851
E-Mail: waller@physik.uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de

Weitere Berichte zu: Herzinsuffizienz Infarkt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Verschwindende Äderchen: Diabetes schädigt kleine Blutgefäße am Herz und erhöht das Infarkt-Risiko
23.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Ein Knebel für die Anstandsdame führt zu Chaos in Krebszellen
22.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise