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Telemedizin: Intelligente Multisensorik erspart Arztbesuch

13.05.2003


Die ambulante Telemedizin steht an der Schwelle einer breiten Einführung in die Gesundheitsversorgung durch niedergelassene Ärzte. Mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF) haben Wissenschaftler der Forschungseinrichtung JENASENSORIC ein Kommunikationssystem namens Tele-Multi-Doctor entwickelt, mit dem der Arzt über das Telefonnetz Ferndiagnose und Ferntherapie organisieren und unterstützen kann.



Im Rahmen des Programms PRO INNO, das die AiF als Projektträger betreut, arbeiteten die deutschen Forscher gemeinsam mit Kollegen aus der Ukraine, Russland, Tschechien und China an der Neuentwicklung.

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Der „Arztbesuch“ kann in Zukunft so aussehen: Zunächst meldet sich der Patient gegen eine regelmäßige Gebühr bei einem Telematikcenter an, das seine Gesundheitsdaten elektronisch verwaltet oder sie auf elektronischem Wege direkt an den Arzt weiterleitet. Dann ermittelt und versendet der Patient regelmäßig die vom Medi-ziner gewünschten Messwerte. Dazu verschafft er sich mit der Chipkarte seiner Krankenkasse Zugang zum Tele-Multi-Doctor. Dieses Gerät, das etwa so groß ist wie eine Visitenkarte, kann er leasen oder kaufen. Er misst seine medizinischen Werte wie Puls, Blutzucker, Augendruck oder Lungenfunktion mit einem speziellen Diagnosegerät, das mit dem Tele-Multi-Doctor verbunden ist. Jetzt kann er von jedem beliebigen Ort aus diese Daten mit dem Tele-Multi-Doctor, der eine Modem-Funktion enthält, an die gesicherte Datenbank des Telematikcenters schicken. Sein Hausarzt kann weltweit und zu einem beliebigen Zeitpunkt diese Vitaldaten über das Internet mit einem Passwort abrufen und auswerten.

Die Einsatzmöglichkeiten des Tele-Multi-Doctors sind vielfältig. Das Gerät eignet sich nicht nur für die Gesundheitsüberwachung zu Hause und unterwegs, sondern kann für Notfälle auch an Orten vorgehalten werden, die von vielen Menschen besucht werden, beispielsweise in Hotels, Bahnhöfen, Schulen, Supermärkten, Tourismuszentren sowie bei Sport- und anderen Großveranstaltungen.

Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen
"Otto von Guericke" e.V. (AiF)
Hauptgeschäftsstelle
Bayenthalgürtel 23, 50968 Köln
Tel.: 0221 - 37680-55
Fax: 0221 - 37680-27
E-Mail: presse@aif.de

Silvia Behr | AiF
Weitere Informationen:
http://www.aif.de

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