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Australien will Tiere mit SARS infizieren

24.04.2003


Erreger wird in Katzen, Schweine und Hühner injiziert

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Australische Wissenschaftler planen den Import des SARS-Viruses, um damit Tiere zu infizieren. Damit wollen die Forscher den Zusammenhang zwischen Tierkrankheiten und SARS bei Menschen ermitteln. Gemeinsam mit einem kanadischen Expertenteam soll die Wirkung des Erregers bei Hühnern, Schweinen und Katzen beobachtet werden. Die Tests sollen im Australian Animal Health Laboratory (AAHL) der Commonwealth Scientific & Industrial Research Organisation (CSIRO) durchgeführt werden. Den Angaben des AAHL-Direktors Martyn Jeggo zufolge ist diese Einrichtung das sicherste Labor der Welt, in dem die hochinfektiöse Krankheit getestet werden kann.

Quaratäne-Bestimmungen sind bereits in Kraft getreten, um Virusproben in das in Geelong ansässige "P4"-Level-Labor zu importieren. Die "P4"-Stufe ist die höchste Sicherheitsstufe für gefährliche biologische Proben. Die Arbeit wird auf Anfrage der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation WHOdurchgeführt. Sie könnte die Anwort auf eine der wesentlichen Fragen in Bezug auf SARS liefern, ob nun das Virus tatsächlich von Tieren stammt und, wenn dies der Fall ist, wie Tiere den Erreger verbreiten. "Um dies herauszufinden, müssen Tiere mit SARS infiziert werden", zitiert die Online-Ausgabe des Sydney Morning Herald Herald Jeggo.


Die drei Tierspezies wurden deswegen gewählt, da Hühner mit den ersten SARS-Fällen in Südchina in Zusammenhang gebracht wurden und Schweine häufig die Quelle von Infektionen, die auf Menschen überspringen, darstellen. Katzen wiederum können an einer so genannten felinen infektiösen Peritonitis leiden, die von einem Coronavirus ausgelöst wird. Auch das SARS-Virsus zählt zur Familie der Coronaviren. Noch müssen die Forscher aber auf die Zustimmung von zwei Komitees, dem Tierethik-Komitee und dem Komitee für biologische Sicherheit, warten.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.csiro.com.au
http://www.who.int
http://www.fao.org

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