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Italienische Wissenschaftler verwenden adulte Stammzellen zur Behandlung von Multipler Sklerose

22.04.2003


Forscher des San Raffaele-Krankenhauses in Mailand haben Injektionen von Stammzellen von adulten Mäusen zur Heilung von Mäusen, die an einer Lähmung leiden, die mit einer Form der Multiplen Sklerose (MS) verwandt ist, verwendet.

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Man hofft, dass eines Tages ein ähnliches Verfahren angewandt werden kann, um Menschen mit MS zu behandeln. Die Verwendung von Stammzellen von Erwachsenen würde die Kontroverse und die ethische Debatte im Zusammenhang mit der Verwendung embryonaler Stammzellen umgehen.

Eine Million Zellen wurden in die Blutkreisläufe von 15 gelähmten Mäusen injiziert. Nach zehn Tagen wurden die Mäuse zunehmend aktiv, vier davon konnten sich wieder vollständig und normal bewegen. Die restlichen elf behielten lediglich eine leichte Lähmung des Schwanzes zurück.


"Dies ist eine großartige Genesung", so der Forscher Angelo Vescovi vom Institut für Stammzellenforschung des San Raffaele-Krankenhauses. Das Team hat entdeckt, dass die Zellen zu beschädigten Nerven und Bereichen des Gehirns gelangt waren und diese repariert haben. Sie gehen davon aus, dass die Stammzellen in der Lage waren, die fetthaltige Myelinschicht der Gehirnzellen zu ersetzen, die infolge der Krankheit abgezogen wird.

Über eine Million Menschen weltweit leiden unter Multipler Sklerose, einer derzeit unheilbaren Krankheit. Zu den Symptomen gehören Müdigkeit, Zittern und Lähmungen.

Viele Wissenschaftler betrachten die mögliche Verwendung adulter Stammzellen bei derartigen Behandlungen als eine Alternative zu embryonalen Stammzellen. Adulte Stammzellen sind zwar in der Lage, sich innerhalb des Körpers in viele verschiedenen Typen von Zellen zu verwandeln, dennoch ist Dr. Vescovi gegen einen Stopp der Forschung mit embryonalen Stammzellen, die vielseitiger und leichter zu sammeln sein sollen.

Das Team hat bereits Experimente eingeleitet, bei denen Primaten, die unter den Symptomen von MS leiden, humane adulte Stammzellen erhalten. Außerdem wird die künftige Forschung die Effizienz embryonaler Stammzellen bei den gleichen Versuchstieren analysieren.

Bezüglich einer ähnlichen Heilmethode für MS-Symptome bei Menschen ist Dr. Vescovi jedoch vorsichtig. Er betont, dass erfolgreiche Experimente mit Mäusen keine Garantie dafür seien, dass das Verfahren auch bei Menschen funktionieren werde, und fügt hinzu: "Ich möchte keine Erwartungen wecken."

| Cordie Nachrichten
Weitere Informationen:
http://dbs.cordis.lu/cgi-bin/srchidadb?CALLER=NHP_DE_NEWS&ACTION=D&SESSION=&RCN=EN_RCN_ID:20109&TBL=DE_NEWS

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